Gino Mäder (Bahrain Victorious) hat nach einer Attacke am oberen Ende der Tremola-Straße am Gotthardpass im Duell gegen Michael Woods (Israel Start-Up Nation) nach rauschender Abfahrt in Andermatt die Schlussetappe der Tour de Suisse gewonnen.
Der 24-Jährige, der Woods erst in der Abfahrt eingeholt hatte, sprintete den Kanadier schließlich sitzend nieder. Tagesdritter wurde neun Sekunden dahinter als Erster der Favoritengruppe Mattia Cattaneo (Deceuninck – Quick-Step).
Zeitgleich mit Cattaneo fuhr Richard Carapaz (Ineos Grenadiers) als Fünfter über den Zielstrich und verteidigte so sein Gelbes Trikot gegen Rigoberto Urán (EF Education – Nippo), der ihn auf der Tremolastraße erfolglos attackiert hatte, den Ecuadorianer aber nicht abschütteln konnte.
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Carapaz gewann die Tour de Suisse daher mit 17 Sekunden Vorsprung vor Uran und 1:15 Minuten vor Jakob Fuglsang (Astana – Premier Tech).

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Schachmann verliert Gesamtrang drei an Fuglsang

Der Däne erreichte Andermatt zeitgleich mit Carapaz und Uran und rückte noch an Maximilian Schachmann (Bora – hansgrohe) in der Gesamtwertung vorbei, weil der Deutsche zwölf Sekunden einbüßte. Schachmann wurde am Gotthardpass mehrmals abgehängt, kämpfte sich mehrfach zurück und konnte dann kurz vor der Passhöhe aber endgültig nicht mehr folgen.
In der Abfahrt aber gab er nicht auf sondern machte Jagd auf die Favoritengruppe und kam beinahe nochmal heran. Dann aber drückte Fuglsang vorne nochmal aufs Tempo und hielt den ehemaligen Deutschen Meister auf Distanz, so dass der schließlich um vier Sekunden das Podium verpasste.
"Die Etappe war richtig schwer. Ich bin natürlich voll gefahren und es ärgert mich ein bisschen, dass ich auf den letzten Metern reißen lassen musste", sagte Schachmann: "Ich habe voll gekämpft, aber ich bin trotzdem etwas enttäuscht, dass es mit einem Podestplatz am Ende nicht geklappt hat."
Während Carapaz den Gesamtsieg feierte, ging die Nachwuchswertung an seinen Teamkollegen Eddie Dunbar aus Irland. Die Bergwertung sicherte sich Woods, die Punktewertung Stefan Bissegger (EF Education - Nippo).
Der vor der Schlussetappe noch Gesamtdritte Julian Alaphilippe (Deceuninck – Quick-Step) ist vor dem finalen Tag abgereist, um bei der Geburt seines Kindes dabei zu sein. "Alaphilippe wird am Sonntag nicht mehr zur 8. Etappe der Tour de Suisse starten. Er wird nach Hause zu seiner Partnerin reisen, die in Kürze ihr erstes Kind gebären wird", meldete Deceuninck – Quick-Step via Twitter. Seit 2020 ist Alaphilippe mit der ehemaligen Rennfahrerin und jetzigen Reporterin Marion Rousse liiert.

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(mit radsport-news.com)

Mäder ringt Woods in Andermatt nieder: Das Finale der 8. Etappe

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