Nach tödlichen Stürzen von Gino Mäder und Muriel Furrer: Diese Technik soll in der Schweiz mehr Sicherheit bringen
Die tödlichen Stürze von Muriel Furrer und Gino Mäder in der Schweiz haben für eine Neuerung bei der anstehenden Tour de Suisse gesorgt. Mäder war bei der Rundfahrt 2023 tödlich verunglückt, Furrer starb nach einem Sturz bei der WM 2024 in Zürich. Um solche Dramen in Zukunft zumindest etwas weniger wahrscheinlich zu machen, wird nun ein GPS-Tracking beim achttägigen Rennen eingeführt.
Gino Mäder, en una imagen en blanco y negro
Fotocredit: Getty Images
"Wir werden als erstes Radrennen weltweit ein umfassendes Fahrer- und Konvoi-Tracking sowie eine mobile Sicherheitszentrale einführen", so Tour-Direktor Olivier Senn, der beide Unglücksfälle der letzten Jahre in verantwortlicher Rolle miterlebte.
Die Rennmaschinen aller Profis werden mit einem Tracker ausgestattet, dessen Daten überwacht und so auf außergewöhnliche Ergebnisse reagiert werden kann. "In einer Sicherheitszentrale laufen die Informationen zusammen und wir können von dort aus die gesamte Situation überwachen und bei Bedarf sofort eingreifen", sagte Senn bei einem Pressetermin in Küssnacht. Dazu erhalten die Mitarbeiter in der Sicherheitszentrale auch Zugriff auf alle TV-Kameras und Wetterdaten.
Zudem sind die kompletten Streckendaten und insbesondere alle Risikostellen der Etappen vorab in einem speziellen System erfasst worden. "Stürze können wir mit diesen Maßnahmen nicht komplett verhindern", gestand Senn ein, doch, "wir machen alles dafür, dass den Teams sämtliche Informationen zur Verfügung stehen und die Folgen so gering wie möglich sind".
Schnelle Reaktion auf Unfälle sollte so zumindest besser als je zuvor möglich sein - beim Sturz von Furrer war lange unklar, wo sich die gestürzte Fahrerin befand, wodurch sie erst sehr viel später medizinisch betreut werden konnte. "So kann es nicht weitergehen", war Senn klar - nun hoffen alle, dass die neuen Anstrengungen eine klare Verbesserung bringen, hoffentlich aber nie in einem solchen Extremfall zum Einsatz kommen müssen.
"Es wird auch bei dieser Tour de Suisse Stürze geben. Aber wir versuchen, die Zahl der Stürze und die Schwere der Verletzungen zu reduzieren", fasste Senn zusammen.
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Radsport-Welt in Trauer: Gedenkminute für Furrer bei der WM
Quelle: Eurosport
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