Tour de Suisse: Oscar Onley siegt auf Königsetappe vor João Almeida - Romain Grégoire verliert Gelb an Kévin Vauquelin

Oscar Onley (Team Picnic PostNL) hat die Königsetappe der Tour de Suisse gewonnen. Der Brite lieferte sich auf dem brutalen Schlussanstieg des fünften Teilstücks der Rundfahrt einen erbitterten Kampf mit João Almeida (UAE Team Emirates-XRG) und setzte sich im Zielsprint gegen seinen portugiesischen Herausforderer durch. Kévin Vauquelin (Arkéa-B&B Hotels) reichte Platz vier für die Gesamtführung.

Königsetappe: Almeida auf dem Zielstrich geschlagen - Vauquelin in Gelb

Quelle: Eurosport

Romain Grégoire (Groupama-FDJ) hatte das Gelbe Trikot bislang getragen, auf den 183 Kilometern und 3620 Höhenmetern zwischen La Punt und Santa Maria in Calanca verlor der Franzose aber zu viel Zeit.
Mit 23 Sekunden Rückstand belegte der Österreicher Felix Gall (Decathlon-AG2R La Mondiale) den dritten Platz. Eine weitere starke Vorstellung lieferte auch Lennard Kämna (Lidl-Trek) ab, der mit 1:46 Minuten Rückstand Etappenachter wurde.
Im Gesamtklassement führt Vauquelin nun mit 29 Sekunden Vorsprung auf seinen Landsmann Julian Alaphilippe (Tudor), der als Siebter (+1:22) das Ziel erreichte. Almeida (+0:39) rückte auf den dritten Gesamtplatz vor.
Onley folgt auf dem vierten Platz (+1:21) vor Kämna (+1:44) der Rang fünf behauptete.

Grégoire: "Ich bin total zerstört"

Das Peloton hatte am Donnerstag so manchen knallharten Anstieg zu überwinden. Nach St. Moritz stand der 2284 Meter hohe Julierpass - das Dach der Tour de Suisse - an, später folgten noch brutale Abschnitte am San Bernardino-Pass und in Castaneda.
Genügend Schwierigkeiten, um von der Konkurrenz überwältigt zu werden. Diese Lektion musste auch Grégoire lernen.
"Ich war ziemlich schnell raus", erklärte er im Anschluss im Interview. "Ich hatte überhaupt keine Energie mehr und habe gemacht, was ich konnte."
In der Eben habe er zwar versucht, den Abstand in Grenzen zu halten, "aber solche Etappen lügen nun mal nicht", führte er weiter aus. "Mit einem Etappensieg ist die Tour de Suisse trotzdem gelungen. Jetzt muss ich mich auf etwas Neues kontrollieren. Aber ich bin total zerstört."
Am Freitag geht es mit der 6. Etappe der Schweiz-Rundfahrt weiter. Auf dem Weg von Chur nach Neuhausen am Rheinfall erwarten Grégoire und Co. 186,7 Kilometer und 2237 Höhenmeter.
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"Ich bin total zerstört": Grégoire hadert nach Gelb-Verlust

Quelle: Eurosport

Vlasov fährt aus der Ausreißergruppe ins Bergtrikot

Auch Onley hat sich durch seine Fahrt wieder auf Rang vier nach vorne geschoben. "Ich habe auf der 1. Etappe (wie Almeida) schon einige Zeit eingebüßt. Da war ich ziemlich enttäuscht. Aber Warren (Barguil) und der ganze Stab des Teams haben mich unterstützt und mir gesagt, wie lange und wie hart die Woche noch sein wird. Es war zunächst schwer, aber ich bin es dann Tag für Tag angegangen."
Auch Georg Zimmermann (Intermarché-Wanty) verkaufte sich gut und hielt sich am Fuß des Schlussanstiegs noch in der Favoritengruppe. Rang 16 im Tages- und auch im Gesamtergebnis stehen für den Augsburger zu Buche.
Für Felix Engelhardt hingegen lief es nicht ganz so rund. Der Jayco-AlUla-Profi musste sein Bergtrikot abgeben, nachdem sein Versuch, die Ausreißergruppe des Tages zu schaffen, misslang. Zu der gehörte jedoch Aleksandr Vlasov (Red Bull – Bora – hansgrohe).
Der Russe gewann daraus die ersten drei Bergwertungen und steht nun insgesamt mit 38 Punkten an der Spitze dieses Rankings. Almeida führt unterdessen weiter die Punktewertung an.
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Highlights: Jagd durch die Alpen hat zwei große Sieger

Quelle: Eurosport


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