Zwei Jahre nach Tod von Gino Mäder: Spezielle Geste bei der Tour de Suisse - Vater Andreas über seine Gefühlswelt

Vor etwas mehr als zwei Jahren verunglückte Gino Mäder während der Tour de Suisse. Seit kurzem steht an der Unfallstelle eine Skulptur für den damals 26-Jährigen, am Donnerstag wurde sie eingeweiht. Andreas Mäder, der Vater des verstorbenen Sportlers, verbrachte die Nacht vor der Einweihung in einem Wohnmobil nahe der Gedenkstätte. Mittlerweile würden "die schönen Gefühle überwiegen", sagte Mäder.

Gedenken an Mäder: Tour de Suisse erweist ihm letzte Ehre

Quelle: Eurosport

Im Gespräch mit dem "Blick" äußerte sich der Vater von Gino Mäder ausführlich über seine aktuelle Gefühlslage und die Bedeutung der Skulptur, die Ginos Onkel Gügi Eugster angefertigt hat.
"Ich bin jetzt das fünfte Mal hier. Und ganz ehrlich: Die schönen Gefühle überwiegen mittlerweile", betonte Mäder, der sich über den Besuch der Tour-de-Suisse-Fahrer bei der Skulptur am Donnerstag freut: "In der ganzen Verarbeitung von Ginos Tod ist das für mich ein wichtiger Schritt."
Vor der fünften Etappe der Tour de Suisse von La Punt bis Santa Maria (live im Stream bei discovery+) wird jedes Team einen Stein auf dem Sockel der Skulptur platzieren. Auf dem Granit-Sockel ist zudem ein QR-Code angebracht, der auf eine Webseite führt, die Spenden für Projekte sammelt, die den Werten des verunglückten Radrennfahrers entsprechen.
"Diese Gedenkstätte ist für die Fahrer. Und natürlich für alle, die sich Gino verbunden fühlen", sagte Mäder.
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Gino Mäder war 2023 bei der Tour de Suisse tödlich verunglückt.

Fotocredit: Getty Images

Ein Gedanke beschäftigt Mäder

Die Stelle, an der Gino Mäder damals tödlich stürzte, ist mittlerweile mit einem 1,60 Meter hohen Erdwall abgesichert. "Vielleicht brauchte es Ginos Unfall, damit man diesen Erddamm baute", so der Vater des verstorbenen Radsportlers.
Ein zentraler Punkt ist Mäder aber wichtig: "Letztlich war es sein Fehler", betonte er. Der Gedanke, dass niemand anders die Schuld trägt, würde ihn trösten.
Viel mehr beschäftigt den Vater, was sein Sohn kurz vor seinem Tod gedacht habe, als er eine Schlucht hinunter in den Tod stürzte: "Der Gedanke, bevor du stirbst. Dieser Schreck, wenn du merkst, dass es wohl nicht gut kommt. Das alles geht mir nicht aus dem Kopf."
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Gino Mäder.

Fotocredit: Getty Images

Die Skulptur - die den Titel "Verbunden sein" trägt - mitsamt der Zeremonie am Donnerstagmorgen zeigt, dass Mäder zwei Jahre nach seinem Unfall noch lange nicht in Vergessenheit geraten ist.
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Quelle: TNT Sports


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