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Tour of Austria: MotoGP-Fahrer Espargaró feiert Profi-Debüt auf dem Rad - Spanier fährt mit Kämna bei Lidl-Trek
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Publiziert 08/07/2025 um 13:05 GMT+2 Uhr
Aleix Espargaró feiert bei der Tour of Austria seine Premiere als Radprofi. Das Besondere: Der Spanier ist Quereinsteiger in den Radsport und kommt eigentlich aus der MotoGP. Der dreimalige Rennsieger wird an der Seite von Lennard Kämna fürs Team Lidl-Trek in Österreich an den Start gehen. Die Erwartungen sind nicht hoch, spannend zu sehen wird sein, ob der 35-Jährige auf dem Rad mithalten kann.
Normalerweise ist Aleix Espargaró auf Motorrädern unterwegs
Fotocredit: Getty Images
Eine Tasse Kaffee im Sonnenschein, Aleix Espargaró sitzt entspannt auf der Terrasse, noch, denn auf ihn wartet Knochenarbeit. "Keine Angst, nur Respekt und Vorfreude auf das, was kommt", schreibt der Spanier bei Instagram, es geht dabei nicht ums Motorradfahren, so wie sonst.
Der MotoGP-Pilot aus Granollers gibt in Österreich diese Woche seine Premiere als Radprofi, nicht als erster und ganz sicher nicht als letzter Quereinsteiger.
Espargaró, dreimaliger Rennsieger in der Königsklasse des Motorradsports und normalerweise auf einer 260 PS starken Honda unterwegs, muss sich beim neuen Abenteuer ganz auf seine Beine verlassen. Bei der Tour of Austria (live bei discovery+) gehört der Katalane zum Team Lidl-Trek, fährt unter anderem an der Seite des Deutschen Lennard Kämna.
"Ich habe keine großen Erwartungen an mein Debüt, kann es aber kaum erwarten, mich mit den besten Radsportlern der Welt zu messen", sagte Espargaró nach seiner Nominierung.
Topstars bei der Tour de France
Gut, die besten Profis sind ehrlicherweise nicht dabei, parallel zur (natürlich) berglastigen Rundfahrt in Österreich findet schließlich die Tour de France statt. Und doch geht es ab Mittwoch gegen harte Gegner über harte 714,2 Kilometer, es stehen gerade hintenraus fiese Klettertage an, insgesamt sind 13.753 Höhenmeter zu überwinden.
Grundsätzlich kein Neuland für Espargaró. Seit eine Rückenverletzung ihn zwang, das Laufen aufzugeben, nutzt der 35-Jährige sein Rennrad, um sich für die Motorradrennen fit zu halten. Seit diesem Jahr hat er mehr Zeit dafür, ist nicht mehr Stammpilot, sondern "nur" noch Testfahrer bei Honda.
Espargaró immer wieder mit Renneinsätzen
Ab und zu hat Espargaró noch Renneinsätze, wie vor wenigen Wochen in Assen/Niederlande als Ersatzmann, auch Starts mit Wildcards gibt es. In der vergangenen Saison war das noch die Aufgabe von Stefan Bradl, der Deutsche ist aber beim japanischen Hersteller ins zweite Glied gerückt.
Die Doppelstarts seien "cool" und eine "schöne Herausforderung", meint Espargaró. Zunächst nur Botschafter des Rennstalls schloss sich der Familienvater Anfang des Jahres dem "Nachwuchsteam" Lidl-Trek Future Racing an und arbeitete seither an seiner Rennform. Nun darf er sich bei World-Tour-Rennen beweisen.
Evenepoel spielte Fußball, Roglic war Skispringer
Vor ihm haben andere umgesattelt. Primoz Roglic, Tokio-Olympiasieger im Einzelzeitfahren, war früher Skispringer. Remco Evenepoel, Doppel-Olympiasieger von Paris, spielte einst für die PSV Eindhoven und den RSC Anderlecht Fußball. Florian Lipowitz, die deutsche Tour-Hoffnung, kommt aus dem Biathlon. Der Einstieg, besser gesagt Umstieg in den Radsport ist beliebt, "es melden sich wahnsinnig viele bei uns", sagte etwa Ralph Denk, Teamchef von Red Bull-Bora-hansgrohe, der "FAZ".
Denk hält Ausschau nach künftigen Stars, Espargaró passt da nicht ins Profil, allein wegen seines Alters. Doch ein PR-Stunt soll der Ausflug nach Österreich auch nicht sein. Es geht dennoch nur ums Mithalten, bestenfalls um Plätze im hinteren Mittelfeld, Ankommen dürfte ein Ziel sein. Espargaró ist gerüstet. Bei Angst heiße es: Was wäre wenn, bei Vertrauen: Selbst wenn, postete der Newcomer und schrieb: LFG - Let's Fucking Go.
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(SID)
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Quelle: Eurosport
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