Mallorca Challenge: Florian Stork feiert bei der Trofeo Serra de Tramuntana im siebten Jahr seinen ersten Sieg
VonJan Zesewitz
Publiziert 01/02/2025 um 17:58 GMT+1 Uhr
Florian Stork hat bei der Mallorca Challenge seinen ersten Sieg in seinem siebten Jahr als Profi eingefahren. Bei der Trofeo Serra de Tramuntana war der Fahrer von Tudor Pro Cycling als Solist erfolgreich. Dabei profitierte er auch von seinem Kapitän Marc Hirschi, der ihm im Finale "grünes Licht" gab. Nach Jahren mit viel Verletzungspech ist der Knoten für den 27-Jährigen endlich geplatzt.
Attacke gekrönt: Stork gewinnt auf Mallorca
Quelle: Eurosport
Die Augen der zwölfköpfigen Spitzengruppe waren in dem Finale des Rennens vor der Altstadt Selva auf einen anderen Fahrer gerichtet: Marc Hirschi war der Topfavorit, der hochdekorierte Schweizer und Neuzugang im Tudor-Team.
Aber der 26-Jährige hatte einen Plan B - und der hieß Florian Stork. Während Hirschi beschattet wurde, eröffnete der Deutsche rund 3,5 Kilometer vor dem Ziel das Finale mit seiner Attacke. Kein anderer Fahrer konnte mehr aufschließen.
"Ich kann es noch gar nicht so richtig glauben", sagte Stork im Ziel. "Marc war hier einer der Favoriten für das Rennen und dann waren wir beide in der Spitzengruppe und er sagte mir: 'Wenn Du einen günstigen Moment siehst, geh einfach'. Sie haben alle ja ihn beobachtet und es ging sich dann perfekt aus."
Stork lobte angesichts seines ersten Profisieges selbstlos die Leaderqualitäten von Hirschi und die Teamleistung, die während der Rennen auf der Balearen-Insel heraussticht. Die Schweizer Equipe zählt zu den dominierenden auf Mallorca: "Der Sieg ist ein Produkt daraus, dass wir sehr aktiv fahren und das Rennen annehmen. Das Team verbessert sich stetig", sagte Stork vor dem abgesagten Rennen am Samstag gegenüber Eurosport.
Verdienter Lohn nach Verletzungen
"Für mich war es sehr wichtig zu gewinnen, auch fürs Team", fuhr er fort. "Es ist einfach ein gutes Gefühl ins Hotel zurückzukommen und all die glücklichen Gesichter zu sehen." Im Ziel war kein Gesicht glücklicher als jenes des Siegers. Kein Wunder: Dieser erste Sieg benötigte einen langen Anlauf.
Stork durchlief das Development-Team des damaligen Team Sunweb und erhielt 2019 einen Profivertrag. Er wurde in den meisten Rennen als Helfer eingesetzt und konnte die Verantwortlichen zufriedenstellen. 2021 ließ er bei der UAE Tour erstmals aufhorchen: Er wurde Siebter bei der schweren Bergankunft am Jebel Hafeet.
Auf diesen ersten Erfolg folgte wenige Tage später der erste Rückschlag. Bei der gleichen Rundfahrt stürzte er schwer, zog sich Knochenbrüche zu und fiel lange aus.
Der Norddeutsche kämpfte sich zurück, ohne bei den meisten Rennen viel Aufmerksamkeit zu erregen. 2023 musste er seine erste Grand Tour, den Giro d'Italia, nach Krankheit aufgeben. Es folgte der Tapetenwechsel zu Tudor.
Wiedervereint mit Hirschi
Trotzdem ließen Topergebnisse auch 2024 weiter auf sich warten. "Vielleicht bin ich manchmal zu defensiv gefahren und hatte nicht den Mut zu attackieren", mutmaßte Stork nach seinem Sieg. "Es ist einfach sehr schwer ein Rennen zu gewinnen und umso mehr ist es am Ende wert."
Nun kann der 27-Jährige voller Selbstvertrauen in die weiteren Saisonrennen gehen. "Der Saisonstart ist jetzt erfolgreich gewesen, dieses Momentum will ich in den weiteren Saisonverlauf mitnehmen. Ich mache mir da in Zukunft gar nicht so viel Stress."
Bei Tudor scheint er eine sportliche Heimat gefunden zu haben. Dort ist er seit der aktuellen Saison wiedervereint mit Hirschi, der als Teamkollege Storks 2018 das Nachwuchsrennen Tour de Alsace gewann. Nun konnte sich der Schweizer revanchieren.
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Highlights: Stork gewinnt verregneten Tag auf Mallorca
Quelle: Eurosport
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