UAE Team Emirates gibt sich mit Saison nicht zufrieden: Superstar Tadej Pogacar und Co. jagen die perfekte Saison
Publiziert 16/12/2024 um 11:13 GMT+1 Uhr
Hinter Tadej Pogacar und UAE Team Emirates liegt ein grandioses Jahr - doch trotz der Gesamtsiege beim Giro d'Italia und bei der Tour de France und zwei Triumphen bei den Monumenten will Sportdirektor Joxean Fernández Matxin nicht von Perfektion sprechen. "Ich würde unserer Saison eine 2+ geben", erklärte er im Interview mit Eurosport und gab an, was das Team rund um den Superstar antreibt.
'A rider for the history books!' - Watch Pogacar's best wins in dazzling 2024
Quelle: Eurosport
"Dieser Saison kann man keine Eins geben", führte Matxin weiter aus. "Das wäre, wenn man Exzellenz und Vollkommenheit erreicht hätte. Und das haben wir noch nicht."
Wie man die ohnehin phänomenale Ausbeute verbessern könnte? "Giro, Tour und Vuelta gewinnen", gab Matxin vor und orientierte sich damit an der Saison 2023, in welcher Rivale Jumbo-Visma mit Primoz Roglic (Giro d'Italia), Jonas Vingegaard (Tour de France) und Sepp Kuss (Vuelta a España) mächtig abräumte.
"Wir haben großartige Fahrer, warum sollen wir dann nicht auch um die Vuelta kämpfen können? Wir haben tolle Fahrer zu uns geholt, schafften es aber trotzdem nicht", gab der Teamchef zu bedenken.
Luft nach oben gebe es immer - diese Ansicht ist das Erfolgsrezept von UAE Team Emirates. "Wenn wir 81 Rennen gewinnen, wollen wir 82. Wenn wir das beste Team der Welt sind, wollen wir das nochmal werden. Wenn wir mit 20 verschiedenen Fahrern gewinnen, wollen wir mit 21 verschiedenen Fahrern gewinnen. Wir wollen uns immer verbessern", so Matxin.
UAE dreht den Spieß um
Auf dem Weg zurück an die Spitze hat UAE Team Emirates auch aus seinen Rückschlägen gelernt. So warf Matxin einen Blick zurück auf die Tour de France 2022, als Pogacar auf der 11. Etappe am Galibier von seinem Team isoliert wurde und von vier Jumbo-Fahrern umzingelt war.
"Im Vergleich dazu steht dieses Jahr: Selbes Foto, selbes Szenario, selber Ort - aber die Situation war genau umgekehrt. Man muss aus seinen Fehlern lernen, aber auch aus denen der anderen Teams", unterstrich der Spanier.
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Tadej Pogacar wurde 2022 am Galibier in die Jumbo-Zange genommen
Fotocredit: Getty Images
Ohne Pogacar wäre dieser Aufstieg zur Supermacht aber nur schwer möglich gewesen. Dass der Slowene das Zeug zum Dominator hat, erkannte Matxin eigenen Aussagen zufolge bereits auf der 20. Etappe der Vuelta 2019.
UAE-Sportdirektor: "Pogacar ist ein Geschenk"
Damals beschloss das Team, etwa 44 Kilometer vor dem Ziel anzugreifen, da man im letzten Anstieg nicht allzu viel Zeit gutmachen hätte können. "Als man ihm das vorschlug, sagte er sofort zu. Ohne irgendwelche Bedenken", so Matxin. "Jetzt scheinen 44 Kilometer ein Spaziergang zu sein, nach den 100 Kilometern, die er bei der WM alleine gefahren ist. Aber damals war er ein 19-jähriger Fahrer auf der 20. Etappe der Vuelta."
Ein Fahrer vom Format eines Pogacar sei einzigartig. "Ich denke, Tadej ist ein Geschenk für alle, die den Radsport lieben. Wir alle, die jetzt in diesem Moment leben, werden in ein paar Jahren zurückblicken und sagen: 'Ich habe es erlebt und gesehen, wie Tadej Pogacar gewonnen hat'", schwärmte der 53-Jährige.
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Quelle: Eurosport
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