"Ich habe die magischen 55 Kilometer geschafft! Das war wirklich hart. Ich bin ein bisschen zu optimistisch angegangen. Danach war es wichtig, das Ganze etwas langsamer zu gestalten", sagte Campenaerts, der 2017 und 2018 Europameister im Zeitfahren geworden war.

In dem 1800 m hoch gelegenen Velodrome lag der "Campenator" dennoch früh auf Rekordkurs und trat schließlich in die Fußstapfen seines Landsmanns Eddy Merckx. Die Radsport-Ikone hatte den Rekord 1972 auf 49,431 Kilometer verbessert. "Ich habe lang und hart hierfür gearbeitet und hatte ein tolles Team hinter mir. Jetzt habe ich zurückgezahlt", sagte Campenaerts.

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Nach Wiggins' Rekordfahrt in London hatten sich mehrere Radprofis an der Bestmarke versucht, alle waren jedoch gescheitert - bis nun Campenaerts kam. Dem Belgier boten sich jedoch gänzlich andere Voraussetzung. Experten schätzten im Vorfeld, dass allein die Höhenlage einen Vorteil von bis zu 1500 Metern brachte.

Campenaerts hatte sich akribisch auf den Tag vorbereitet und unter anderem in einer simulierten Höhe von 3000 m geschlafen, um die Anzahl roter Blutkörperchen zu erhöhen.

Hinzu kam ein Hitzetraining und ein speziell angefertigtes Fahrrad im Wert von 15.000 Euro, das weder über Gänge noch Bremsen verfügt. Auch das Velodrome mit seinem Zeltdach und der Bahn aus Eichenholz ist speziell auf Geschwindigkeitsrekorde ausgelegt.

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