Chris Froome feiert Vuelta-Sieg & historisches Double

Tour-Sieger Chris Froome hat erstmals auch die Vuelta für sich entschieden. Für den Briten wurde die Schlussetappe nach Madrid zur Triumphfahrt. Das 21. Teilstück entschied im Sprint Matteo Trentin für sich, der damit die Erfolgsserie des Teams Quick-Step fortsetzte. Froome verwehrte dem Italiener aber den Sieg in der Punktewertung - er sammelte selbst nochmals Zähler und gewann das Klassement.

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Froome hatte seit 2011 vergeblich versucht, die Spanien-Rundfahrt zu gewinnen und sie drei Mal als Zweiter beendet.
Nun gelang ihm als erstem Fahrer das Double, seit die Vuelta von 1995 an nach der Tour de France ausgetragen wird.
Zuvor hatten die Franzosen Jacques Anquetil (1963) und Bernard Hinault (1978) beide Rundfahrten im selben Jahr gewonnen, doch seinerzeit fand die Vuelta noch im Frühjahr statt.
Neben der Gesamtwertung und der Punktewertung (mit zwei Punkten Vorsprung auf Trentin) entschied Froome auch die Kombinationswertung für sich. Die Bergwertung aber ging an den Italiener Davide Villella (Cannondale) und das Mannnschaftsklassement gewann Astana.
Am Ende der 72. Vuelta über 3324,1 Kilometer hatte der viermalige Tour-Champion Froome (Team Sky) 2:15 Minuten Vorsprung vor seinem italienischen Widersacher Vincenzo Nibali (Bahrain-Merida). "Das war die härteste große Rundfahrt, die ich je gefahren bin. Es ist eine solche Erleichterung und unglaublich. Ich habe jahrelang probiert, die Vuelta zu gewinnen, war dreimal Zweiter", sagte Froome, der zwei Etappensiege feierte und ab der dritten Etappe im Roten Trikot des Spitzenreiters fuhr.
Das WM-Einzelzeitfahren in Norwegen nimmt er als nächstes ins Visier - und künftig weiterhin vor allem die Tour de France.
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Für den "Pistolero" war es der perfekte Abschluss einer eindrucksvollen Karriere, die große Erfolge, aber auch tiefe Brüche mit sich brachte. Das Erbe Contadors, der sich auf seine alten Tage auch außerhalb Spaniens zum Publikumsliebling wandelte, ist fraglos ein zwiespältiges. Sein Name gehört zur dunklen Vergangenheit des Radsports, er steht aber auch für solch einprägsame Rennaugenblicke wie am Samstag auf der brutalen Rampe in Asturien.
Seine Dopingsperre vor fast sechs Jahren, die ihn einen Tour- und einen Giro-Triumph kostete, sein angeblicher Kontakt zu Blutpantscher Fuentes - all das geriet zuletzt eher in den Hintergrund, weil der Spanier mit seiner nimmermüden Angriffslust viele Sympathien zurückgewann. "Ich wollte das für meine Fans machen, die mich so unterstützt haben", sagte er nach seiner finalen Großtat und fügte an.
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