Vuelta 2017: Alberto Contadors Abschiedstour, Christopher Froome will "offene Rechnung" begleichen

Alberto Contador will bei seiner Abschiedstournee glänzen, die Rivalen von Christopher Froome brennen auf die Revanche für die Schlappe bei der Tour de France. Bei der am Samstag im südfranzösischen Nîmes beginnenden 72. Vuelta in Spanien (bis 10. September) geht der Showdown der besten Klassement- und Bergfahrer im Radsport in die nächste Runde.

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Fotocredit: Eurosport

Vier Wochen nach der Frankreich-Rundfahrt ist Tour-Champion Froome bei der dreiwöchigen Schinderei in glühender Hitze und über acht Bergankünfte erneut der Gejagte. Der britische Sky-Kapitän, der wie bei seinem vierten Tour-Triumph im Juli auf die Helferdienste von Christian Knees (Bonn) setzt, peilt das seltene Double aus Tour und Vuelta an. Seit Bernard Hinault im Jahr 1978 ist dies keinem Radprofi mehr gelungen, damals wurde die Spanien-Rundfahrt allerdings noch im Frühjahr ausgetragen.

Revanche gegen alle

"Es fühlt sich an, als hätte ich noch eine offene Rechnung zu begleichen", sagte Froome nach drei zweiten Plätzen. Seinen ersten Gesamtsieg bei der letzten großen Landesrundfahrt der Saison wollen unter anderem die Tour-Rivalen Romain Bardet (Frankreich/AG2R) und Fabio Aru (Italien/Astana) verhindern. Auch Ex-Tour-Sieger Vincenzo Nibali (Italien/Bahrain-Merida) sowie der Franzose Warren Barguil (Sunweb), im Juli Gewinner der Tour-Bergtrikots, sind am Start.

Hoffnung auf goldenen Abgang vor Heimpublikum

Besonders im Fokus steht Alberto Contador. Der "Pistolero" bestreitet in seiner Heimat sein letztes Rennen. "Ich habe mir das gründlich überlegt und nun diese Entscheidung getroffen. Einen schöneren Abschied kann ich mir nicht vorstellen", sagte der dreimalige Vuelta-Sieger, der vom Veranstalter die Startnummer "1" erhielt:
Von den neun deutschen Startern bei der 3324,1 km langen Rundfahrt ist der frühere Sanremo- und Roubaix-Sieger John Degenkolb (Gera) der prominenteste. Als Teamkollege Contadors bei Trek-Segafredo erwartet der 28-Jährige ein emotionales Rennen. "Ich freue mich darauf, dass er seine letzte große Show machen möchte und ich ihn dabei unterstützen kann", sagte Degenkolb der Rhein-Main-Presse: "Aber ich hoffe, dass ich dabei auch meine eigenen Chancen suchen und nutzen darf."
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