Miguel Ángel López gewinnt überlegen und feiert zweiten Etappensieg

Der kolumbianische Radprofi Miguel Ángel López (Astana) hat die 15. Etappe der Vuelta a España gewonnen. Auf der rund 129 Kilometer langen Königsetappe der 72. Spanien-Rundfahrt setzte sich der Bergspezialist überlegen vor dem Russen Ilnur Zakarin (Katusha-Alpecin) und dem Niederländer Wilco Kelderman (Sunweb) durch. Das Gesamtklassement führt weiterhin Chris Froome (Großbritannien/Sky) an.

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Der Brite geht mit 1:01 Minuten Vorsprung auf seinen italienischen Rivalen Vincenzo Nibali (Bahrain-Merida) in die letzte Vuelta-Woche. Nibali hatte am Samstag vier Sekunden auf Froome gutgemacht, verlor am Sonntag dann aber sechs. Auf Platz drei rückte Sakarin (+2:08) vor.
Im hammerharten Finale auf dem 2510 m hohen Alto Hora de la Mora in der Sierra Nevada - in dem es auf den letzten 33 km durchgehend über 1800 Höhenmeter bergauf ging - erkämpfte López seinen zweiten Tagessieg aus einer kleinen Spitzengruppe, zu der auch der spanische Routinier Alberto Contador (Trek-Segafredo) gehörte.
Der Traum von einem Etappensieg bei seiner Abschieds-Vorstellung erfüllte sich für den dreimaligen Vuelta-Sieger erneut nicht, Contador fiel noch weit zurück.
In der großen Favoritengruppe hatte Nibali 13 km vor dem Ziel angegriffen, Froome und seine Sky-Helfer hatten aber keine Mühe, die Lücke schnell wieder zu schließen. Sakarins Attacke drei Kilometer vor dem Ziel konterte Sky bewusst nicht.
Schon am Samstag hatte Froome souverän alle Angriffe seiner Rivalen überstanden. Beim Sieg des Polen Rafal Majka vom deutschen Team Bora-hansgrohe gelang Nibali lediglich ein kleiner Nadelstich, indem er als Dritter vor dem zeitgleichen Froome vier Sekunden Zeitbonifikation kassierte. Der Kolumbianer Esteban Chaves (Orica-Scott) schwächelte erneut und verlor seinen dritten Platz. Damit ist der Tour-Sieger seinem ersten Triumph bei der Vuelta ein großes Stück näher gekommen.
Nach dem Ruhetag am Montag steht am Dienstag das einzige Einzelzeitfahren der laufenden Vuelta an. Auf den 40,2 km nach Logrono kann Froome bereits für eine Vorentscheidung sorgen.
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