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Vuelta | Chaos-Etappe mit Wind & Sturz endet mit Sekundenkrimi
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Publiziert 13/09/2019 um 17:31 GMT+2 Uhr
Massensturz, Windkanten und am Ende ein Sekundenkrimi um den Sieg: Die 19. Vuelta-Etappe nach Toledo war voller Action. Zuerst warf ein Crash Spitzenreiter Primoz Roglic weit zurück und brachte das Aus für Tony Martin, dann startete eine Hetzjagd auf der Windkante. Im Finale dann hielt der letzte Ausreißer, Rémi Cavagna aus Frankreich, das heranjagende Feld in Schach und siegte als knapp Solist.
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Fotocredit: Eurosport
Bora-Sprinter Sam Bennett musste sich am Ende mit Platz zwei begnügen, fünf Sekunden fehlten ihm zu Cavagna nach dem harten Finale über Kopfsteinpflaster hinauf in die malerische Altstadt von Toledo.
Zuvor hatte das Chaos nach dem Massensturz 66 Kilometer vor dem Ziel für viel Aufregung gesorgt: Viele Fahrer waren dabei zu Fall gekommen oder aufgehalten worden, darunter eben auch der Vuelta-Führende Primoz Roglic und der Vierte der Gesamtwertung, Miguel Angel Lopez.
Aus für Martin nach Sturz
Während sich die Sturzopfer noch aufrappelten, verschärfte das Movistar-Team im Seitenwind massiv das Tempo und so lagen Alejandro Valverde und Nairo Quintana schnell fast zwei Minuten vor den Rivalen im Kampf um Gesamtsieg und Podium. Dann aber entschied die spanische Mannschaft nach rund zehn Kilometern, die Aktion abzubrechen und alle abgehängten Favoriten konnten wieder aufschließen.
Während der Slowene Roglic in der Gesamtwertung der 74. Vuelta nun weiter klar führt, musste Martin verletzt aufgeben. Eine erste Diagnose stand zunächst noch aus. Noch unklar ist, was der Sturz des mehrfachen Zeitfahr-Weltmeisters im Hinblick auf die anstehende WM in der britischen Grafschaft Yorkshire (22. bis 29. September) bedeutet.
Den Sieg nach 165,2 km sicherte sich der Franzose Cavagna (Deceuninck-Quick Step) als letzter verbliebener Fahrer einer Ausreißergruppe, zu der auch Nikias Arndt (Sunweb) gehört hatte.
wurde kurz vor dem Ziel von den Verfolgern eingeholt.
Für den Gesamtführenden Roglic, der letztlich Platz zehn belegte, blieb die heikle Etappe letztlich weitgehend folgenlos. Im Finale holte Valverde drei Sekunden auf Roglic heraus und liegt nun mit 2:43 Minuten Rückstand auf Platz zwei. Dritter ist Quintana (+3:31).
Letzte Bergetappe steht an
Am Samstag steht auf den 190,4km zwischen Arenas de San Pedro und der Plataforma de Gredos die letzte Bergetappe an, die mit einem kurzen Schlussanstieg in 1747m Höhe endet.
Danach steht der Vuelta-Sieger quasi fest - analog zur Tour der France wird das Leader-Trikot auf der finalen Etappe am Sonntag nach Madrid nicht mehr attackiert.
Für Tony Martin war es derweil das dritte vorzeitige Ende einer großen Rundfahrt in Serie. Bei der Tour 2018 hatte Martin einen Wirbelbruch erlitten und aufgeben müssen, bei der Frankreich-Rundfahrt 2019 war er nach einer Rangelei mit Ineos-Profi Luke Rowe disqualifiziert worden.
(SID)
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