Vuelta 2024: Primoz Roglic gewinnt zum vierten Mal die Spanien-Rundfahrt - Sieg im Einzelzeitfahren geht an Stefan Küng

Primoz Roglic hat nach 2019, 2020 und 2021 zum vierten Mal die Vuelta a España gewonnen und seinem Team Red Bull-Bora-hansgrohe den zweiten Gesamtsieg bei einer großen Rundfahrt beschert. Beim abschließenden Zeitfahren über 24,6 Kilometer durch Madrid kam der 34 Jahre alte Slowene hinter dem Schweizer Stefan Küng (Groupama-FDJ) mit 31 Sekunden Rückstand auf Platz zwei.

Highlights: Küng feiert Sieg im Zeitfahren - Roglic jubelt

Quelle: Eurosport

"Ich bin happy. Es war taff, ich bin froh, dass es zu Ende ist", sagte Roglic: "Ich möchte Stefan gratulieren, er hat einfach einen guten Job gemacht. Jetzt will ich den Abend einfach nur genießen. Vier Siege sind verrückt."
Auf den Podiumsplätzen tat sich in Madrid nichts mehr: Der Australier Ben O'Connor (Decathlon AG2R La Mondiale/11., +1:05 Min.) und der Spanier Enric Mas (Movistar Team/23., +1:33 Min.) behielten Platz zwei und drei.
In der Gesamtwertung baute Roglic seine Führung sogar noch aus, siegte mit 2:36 Minuten Vorsprung auf O'Connor und 3:13 Minuten auf Mas.
"Ich habe mich heute nicht so gut gefühlt. So schlecht ging es mir bei der gesamten Vuelta nicht", sagte der Spanier. O'Connor freute sich dagegen über den zuvor unerwarteten Podiumsplatz: "Es ist ein bisschen wie ein Traum. Eine unglaubliche Sache."
picture

Das Ende der Vuelta 2024: Roglic feiert - Küng auch

Quelle: Eurosport

Küng überglücklich über seinen Sieg

Für den Schweizer Stefan Küng (Groupama-FDJ) war es in der Siegerzeit von 26:28 Minuten derweil der erste Etappensieg bei einer Grand Tour.
"Ich wusste, dass es sehr schnell werden würde und ich voll durchziehen muss", sagte der 30-Jährige: "Ich bin superglücklich, dass es endlich geklappt hat. Das ist die Belohnung für alles, auch für das Team."
Der 23 Jahre alte Däne Mattias Skjelmose (Lidl-Trek/8., +1:02 Min.) wurde hinter dem Ecuadorianer Richard Carapaz (EF Education-EasyPost/22., +1:33 Min.) noch Fünfter der Rundfahrt und nahm das Weiße Trikot als bester Jungprofi mit nach Hause. Er fing auf der letzten Etappe noch den Franzosen David Gaudu (Groupama-FDJ/44., +2:15 Min.) ab, der Gesamtsechster wurde.
picture

Roglic nach Vuelta-Sieg glücklich: "Es war taff"

Quelle: Eurosport

Lipowitz bester Deutscher seit Ullrich

Der 23 Jahre alte Ulmer Florian Lipowitz (Red Bull-Bora-hansgrohe/14., +1:10 Min.) verpasste das Weiße Trikot um 1:16 Minute nur knapp; er wurde Siebter der Rundfahrt - als bester Deutscher seit dem Sieg von Jan Ullrich 1999.
"Ich war nicht mehr ganz bei 100 Prozent heute, aber über Platz sieben bin ich sehr glücklich", sagte Lipowitz bei Eurosport.
Das Bergtrikot ging nach dem bitteren Aus von Wout van Aert (Visma-Lease a Bike) an den Australier Jay Vine (UAE Team Emirates), Kaden Groves (Alpecin-Deceuninck) gewann wie 2023 das Sprintertrikot.
Im Teamklassement war UAE nicht mehr zu verdrängen und brachte 33:53 Minuten Vorsprung zu Red Bull ins Ziel. Zum aktivsten Fahrer der Spanienrundfahrt wurde Marc Soler von UAE ernannt.

Vuelta-Siege: Roglic zieht mit Heras gleich

Vier Siege bei der Vuelta a España - das hat vor Roglic nur der Spanier Roberto Heras geschafft (2000, 2003, 2004, 2005), dessen letzter Sieg allerdings höchst umstritten ist. Nach einem positiven Dopingbefund war Heras der Titel für 2005 zunächst aberkannt worden, ehe er 2011 nach einem jahrelangen Rechtsstreit wieder zum Vuelta-Sieger erklärt wurde.
Für Red Bull-Bora-hansgrohe war es der zweite Sieg bei einer der drei großen Landesrundfahrten, 2022 hatte der Australier Jai Hindley beim Giro d'Italia triumphiert.
Der 34 Jahre alte Roglic gewann seine fünfte Grand Tour, einmal hatte er den Giro gewonnen. Ihm wie seinem Team fehlt der Triumph bei der Tour de France.
picture

Vuelta 2024: Primoz Roglic (Red Bull-Bora-hansgrohe) gewinnt die Spanien-Rundfahrt

Fotocredit: Getty Images

Red Bull-Bora-hansgrohe mit Maßarbeit

Lipowitz hatte letztlich 7:05 Minuten Rückstand auf seinen Teamkollegen Roglic. Am Tag zuvor hatte dieser bei der Königsetappe zum Picon Blanco die letzte Bergattacke souverän abgewehrt. Danach war klar gewesen, dass Roglic nur noch ein Sturz im Zeitfahren das Rote Trikot noch kosten könnte.
picture

O'Connor kann Platz zwei nicht fassen: "Fast wie ein Traum"

Quelle: Eurosport

Der ehemalige Skispringer Roglic hatte erst am Freitag mit seinem dritten Etappensieg die Führung im Gesamtklassement von O'Connor, der nach seinem Solosieg auf der sechsten Etappe noch 4:51 Minuten vor Roglic gelegen hatte, zurückerobert. Roglic gelang damit Wiedergutmachung für die enttäuschende Tour de France, bei der er früh nach einem Sturz hatte aufgeben müssen.
Bei der Vuelta fehlten in diesem Jahr allerdings einige der ganz großen Namen. Tour-Gewinner Tadej Pogacar, der Däne Jonas Vingegaard sowie Olympiasieger Remco Evenepoel hatten auf einen Start verzichtet.
Das könnte Dich auch interessieren: Sprinter-Festival in Hamburg: Kooij gewinnt Cyclassics
(mit SID)

Die Radsport-Saison 2024 live bei discovery+ | Hol dir ein Abo ab 3,99 Euro und verpasse keinen Moment aller UCI-Rennen. Jetzt die Radsport-Saison 2024 live bei discovery+ verfolgen

picture

Küng überglücklich: "Ich wollte diesen Sieg so sehr"

Quelle: Eurosport


Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen