Vuelta a España 2025 - Jonas Vingegaard über ersten Gesamtsieg und Proteste: "Seltsamstes Rennen meiner Karriere"

Jonas Vingegaard hat erstmals in seiner Karriere die Vuelta a España gewonnen. Während der Spanien-Rundfahrt schrieben allerdings auch die anhaltenden Proteste Schlagzeilen. Drei Etappen mussten deshalb vorzeitig beendet werden - darunter das Finale. "Es ist das seltsamste Rennen meiner Karriere. Insgesamt war alles ziemlich seltsam mit den Protesten", erklärte der Däne der spanischen "AS".

Highlights: Vingegaard hebt sich sein Meisterstück bis zum Schluss auf

Quelle: Eurosport

Doch Vingegaard zeigte auch Verständnis für die Protestierenden: "Die Menschen, die demonstrieren, tun dies zugunsten von Gaza, und die Protestierenden haben ihre Gründe. Sie wollen mehr Aufmerksamkeit erregen, und das kann ich verstehen."
Es sei zwar schade, "dass wir nicht so fahren konnten, wie wir wollten, aber ich glaube, dass jeder das Recht hat zu protestieren". Auch die Schlussetappe am Sonntag war aufgrund der Protestaktion rund 55 Kilometer vor dem Ziel in Madrid von der Rennleitung gestoppt worden.
Seine Sicherheit und die der anderen Fahrer sei aus seiner Sicht trotz der teils massiven Proteste nicht gefährdet gewesen. "Sowohl die Organisatoren als auch die Polizei haben großartige Arbeit geleistet", so der 28-Jährige im Interview vor dem Rundfahrt-Finale.
Einzig bei der 11. Etappe in Bilbao, als das Peloton vor dem Ziel neutralisiert wurde, nachdem Demonstranten die Absperrungen an der Ziellinie umgestoßen hatten, habe er "sich am wenigsten sicher gefühlt".

Vingegaard: "Es ist eine besondere Vuelta"

Eine Siegerehrung konnte am Sonntag aufgrund des erneuten Abbruchs ebenfalls nicht stattfinden. Diese wurde am Abend von den Teams und Fahrern selbst auf dem Parkplatz des Teamhotels ausgetragen. Dort wurde auch Vingegaard geehrt. Die Vuelta zu gewinnen sei "etwas, worauf man stolz sein kann. (...) Es ist ein großer Sieg."
Für den Dänen war es nach 2020 und 2023 seine dritte Teilnahme. Vor fünf Jahren hatte Vingegaard seinem damaligen Teamkollegen Primoz Roglic zum Sieg verholfen, 2023 wurde er hinter Sepp Kuss Gesamtzweiter.
"Es war eindeutig eine besondere Vuelta, aber ich bin froh, dass ich das Rote Trikot gewonnen habe", meinte der 28-Jährige, der bei der Tour noch Tadej Pogacar unterlegen war.
picture

Etappe gecancelt! Schwere Proteste und Ausschreitungen in Madrid

Quelle: Eurosport


Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung