Tour de France: Aus von Jonas Vingegaard wirbelt Podiumskampf durch - Podestkandidaten um Florian Lipowitz im Formcheck

Das Gelbe Trikot scheint vergeben, doch der Kampf um die weiteren Podestplätze der Tour de France 2026 ist vor der Schlusswoche in vollem Gange. Tadej Pogacar dürfte der fünfte Gesamtsieg nur durch einen Sturz oder eine unerwartete Schwächephase zu nehmen sein. Als erster Verfolger hat sich nach dem Ausfall von Jonas Vingegaard Doppel-Olympiasieger Remco Evenepoel etabliert. Und Florian Lipowitz?

Highlights: Vingegaards Sturz-Aus überschattet Evenepoel-Coup

Quelle: Eurosport

Der 25-Jährige, Teamkollege von Evenepoel bei Red Bull-Bora-hansgrohe und deutscher Hoffnungsträger, kann sich als Gesamtfünfter noch Chancen aufs Podium ausrechnen.
Der Sturz von Vingegaard und die damit verbundene Aufgabe bei der Frankreich-Rundfahrt auf der 15. Etappe brachte den Kampf ums Podest komplett durcheinander.
Der Däne von Visma-Lease-a-Bike-Fahrer war Zweiter hinter Pogacar und galt als klare Nummer zwei im Peloton - bis ihn das Aus ereilte.
Hinter Pogacar (UAE Team Emirates-XRG), der die Gesamtwertung deutlich anführt, geht es auf den letzten sechs Etappen zwischen Evenepoel, Lipowitz, Paul Seixas (Decathlon CMA CGM), Isaac Del Toro (UAE Team Emirates-XRG) und Juan Ayuso (Lidl-Trek) um eine Podiumsplatzierung.
Die Podestkandidaten der Tour de France im Formcheck:

Tadej Pogacar (UAE Team Emirates-XRG)

Eigentlich scheint alles klar. Wenn die 113. Tour de France am kommenden Sonntag in Paris endet, wird Tadej Pogacar zum fünften Mal als Gesamtsieger auf dem Podest stehen und nach Tour-Triumphen mit Legenden wie Eddy Merckx oder Bernard Hinault gleichziehen.
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Tadej Pogacar ist bei der Tour de France das Maß aller Dinge

Fotocredit: Getty Images

Zu dominant sind die Auftritte des zweimaligen Weltmeisters, der bei der laufenden Frankreich-Rundfahrt schon vier Etappen gewonnen hat.
Ein Leistungseinbruch ist weder im Einzelzeitfahren am Dienstag (live bei Eurosport und HBO Max und im Liveticker) noch auf den schweren Bergetappen mit dem Doppelpack in Alpe d'Huez zu erwarten.

Remco Evenepoel (Red Bull-Bora-hansgrohe/+5:00 min) 

Es war einer der größten Siege seiner Laufbahn. Am Sonntag triumphierte der belgische Doppel-Olympiasieger bei der Bergankunft am Plateau de Solaison und ließ dabei sogar Pogacar hinter sich.
"Ich habe den besten Fahrer aller Zeiten geschlagen. Das bedeutet mir eine Menge", sagte Evenepoel im Ziel. Erstmals hatte der meinungsstarke Topfahrer auch im Hochgebirge seine ganze Klasse gezeigt - und sich damit in eine hervorragende Ausgangsposition vor der entscheidenden Tourphase gebracht.
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Remco Evenepoel gewann die 15. Etappe der Tour de France

Fotocredit: Getty Images

Beim Zeitfahren am Dienstag dürfte der Weltmeister seinen Vorsprung im Kampf um Platz zwei ausbauen, danach muss Evenepoel beweisen, dass sein Kletter-Kunststück vom Sonntag keine Ausnahme war.

Isaac Del Toro (UAE Team Emirates-XRG/+5:58)

Der Mexikaner musste sich in Sekundenschnelle entscheiden: "Entweder stürze ich allein oder ich fahre Tadej an", sagte Del Toro, der am Sonntag in den Unfall verwickelt war, der zum Ausscheiden von Jonas Vingegaard führte.
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Isaac Del Toro ist einer der wichtigsten Helfer von Tadej Pogacar

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Pogacar blieb auf dem Rad - und Del Toro von schweren Blessuren verschont. Der 22-Jährige ist Pogacars wichtigster Helfer, beide verstehen sich prächtig, das bewies nicht nur der Tagessieg auf der 2. Etappe, den ihm Pogacar überließ.
Del Toros Form stimmt. Wie viele Freiheiten er in den Alpen erhält, bleibt für den Träger des Weißen Trikots jedoch abzuwarten.

Paul Seixas (Decathlon CMA CGM/+6:23)

Der erst 19-jährige Franzose, der alle Hoffnungen der Gastgeber auf seinen schmalen Schultern trägt, wird auf dem Weg bis Paris eine viel diskutierte Frage beantworten: Kann Seixas schon eine dreiwöchige Rundfahrt auf Top-Niveau durchhalten?
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Paul Seixas ist die französische Hoffnung auf einen Triumph bei der Tour de France

Fotocredit: Getty Images

Seixas nimmt erstmals an einer Grand Tour teil und schlägt sich bisher mehr als achtbar. Ein Etappensieg fehlt ihm noch, Alpe d'Huez wäre dafür die perfekte Bühne - wenn er denn die gute Form konservieren kann.
Auf der 15. Etappe am Sonntag büßte er erstmals etwas Zeit auf seine Konkurrenten ein. Auf Tagessieger Evenepoel fehlte ihm am Ende fast eine Minute.

Florian Lipowitz (Red Bull-Bora-hansgrohe/+6:48) 

Nach seinem Sensations-Podestplatz im Vorjahr hat sich der ruhige Mann aus Laichingen inzwischen endgültig in der Weltspitze etabliert. Lipowitz gehört auch 2026 zweifelsohne zu den besten Kletterern im Feld, doch scheinen seine Beine diesmal nicht ganz so frisch.
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Florian Lipowitz will sein zweites Podium bei der Tour de France

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Nach der kleinen "Niederlage" am Sonntag dürfte er in Woche drei in die Helferrolle für Teamkollege Evenepoel rutschen.
"Ich bin offen für alles", sagte Lipowitz, der sich mit einer Leistungssteigerung auf den langen Bergen der letzten Tour-Tage dennoch Chancen auf einen Platz unter den ersten drei ausrechnen kann.

Juan Ayuso (Lidl-Trek/+7:28)

Der Spanier, der im Vorjahr noch für das Pogacar-Team UAE fuhr, startet als Außenseiter in die finalen Runden im Rennen um Rang drei.
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Juan Ayuso hat nur noch Außenseiterchancen auf das Podest bei der Tour de France

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Ayuso fuhr oft mit, Wirkungstreffer gegen die Rivalen erzielte er aber nicht. Will der 23-Jährige aufs Podest, muss er sich steigern und die Initiative ergreifen.
(SID)
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Überraschung bei Bergankunft: Evenepoel kocht Pogacar ab

Quelle: Eurosport


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