Vuelta a España: Ex-Weltmeister Michal Kwiatkowski kritisiert UCI nach Abbruch-Eklat: "Wird nur noch schlimmer"

Nach dem Abbruch der Vuelta a España aufgrund von Protesten blickt Ex-Weltmeister Michal Kwiatkowski von Ineos Grenadiers sorgenvoll in die Zukunft. "Von nun an ist allen klar, dass ein Radrennen als wirksame Bühne für Proteste genutzt werden kann, beim nächsten Mal wird es nur noch schlimmer werden, weil es jemand zugelassen und weggeschaut hat", schrieb der Pole in den sozialen Medien.

Etappe gecancelt! Schwere Proteste und Ausschreitungen in Madrid

Quelle: Eurosport

Die Vuelta a España war am Sonntagabend aufgrund riesiger Proteste pro-palästinensische Demonstranten in Madrid abgebrochen worden. Nach Behördenangaben vom Sonntagabend nahmen mehr als 100.000 Personen daran teil, dabei habe es zwei Festnahmen gegeben, sagte eine Sprecherin bei "AFP".
Die Organisatoren hatten angesichts vorheriger Störungen die Schlussetappe bereits um acht Kilometer verkürzt, ein Abbruch sollte verhindert werden. 1100 Polizisten standen in der spanischen Hauptstadt bereit.
Aus Sicht von Kwiatkowski, der in der Gesamtwertung der Spanien-Rundfahrt den 83. Platz belegte, hatten die Organisatoren damit eine klare Entscheidung aber zu lange gescheut.
"Wenn die UCI (Weltverband, Anm. d. Red.) und die zuständigen Stellen nicht früh genug die richtigen Entscheidungen treffen konnten, dann ist das langfristig sehr schlecht für den Radsport, dass die Demonstranten ihr Ziel erreicht haben. Man kann nicht einfach so tun, als würde nichts passieren", schrieb der 35-jährige Kwiatkowski vom Team Ineos Grenadiers.
Es sei "eine Schande für die Fans, die hierher gekommen sind, um ein großartiges Ereignis zu sehen. Persönlich hätte ich es vorgezogen, im Voraus zu wissen, dass das Rennen abgesagt wird, anstatt im Glauben gelassen zu werden, dass alles in Ordnung sein würde", klagte der Weltmeister von 2014.
(SID)
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Hunderte Demonstranten auf der Straße: Peloton kommt nicht mehr weiter

Quelle: Eurosport


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