Vuelta a España: Jonas Vingegaard gewinnt erstmals die Spanien-Rundfahrt - Zeremonie wegen Palästina-Protesten abgesagt

Jonas Vingegaard hat die 80. Austragung der Vuelta a España gewonnen. Der Top-Star des Teams Visma-Lease a Bike verteidigte das Rote Trikot des Gesamtführenden auf der 21. und letzten Etappe nach Madrid, die aufgrund erneuter Pro-Palästina-Proteste vorzeitig beendet wurde. Das Podium komplettieren der Portugiese Joao Almeida (UAE Emirates-XRG) vor dem Briten Tom Pidcock (Q36.5 Pro Cycling Team).

Etappe gecancelt! Schwere Proteste und Ausschreitungen in Madrid

Quelle: Eurosport

Für Vingegaard ist es der dritte Grand-Tour-Erfolg seiner Karriere und der erste seit zwei Jahren. Im Jahr 2022 und 2023 hatte Vingegaard bei der Tour de France triumphiert, ehe er sich zweimal seinem Rivalen Tadej Pogacar (UAE Team Emirates-XRG) geschlagen geben musste. Ohne den Slowenen, der seinen ursprünglich anvisierten Start bei der Vuelta abgesagt hatte, setzte sich Vingegaard im Kampf um das Rote Trikot durch und siegte erstmals bei der Spanien-Rundfahrt.
Vingegaard hatte bereits 2023 auf dem Podium der Vuelta gestanden. Beim Dreifach-Erfolg seines Rennstalls, damals unter dem Namen Jumbo-Visma, war der Däne auf Rang zwei gefahren - hinter seinem Edelhelfer Sepp Kuss und vor seinem damaligen Teamkollegen Primoz Roglic.
Auf seinem Weg zum ersten Vuelta-Gesamtsieg hatte Vingegaard insgesamt drei Etappen gewonnen, darunter den vorentscheidenden 20. Abschnitt am Samstag hinauf zum Bola del Mundo. Ähnlich wie bei der Tour de France ist die Schlussetappe der Vuelta eher ein Schaulaufen, bei dem der Gesamtführende von seinen direkten Kontrahenten nicht mehr attackiert wird.
"Ich bin sehr stolz auf diesen Gesamtsieg, meine erste Vuelta und die dritte Grand Tour meiner Karriere", sagte Vingegaard: "Es waren drei harte Wochen. In der ersten Woche fühlte ich mich sehr stark und konnte zweimal gewinnen. Danach hatte ich eine schwierigere Phase, aber zum Glück kam ich am letzten Wochenende wieder zurück."
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Jonas Vingegaard gewinnt zum ersten Mal die Vuelta a España.

Fotocredit: Getty Images

Keine Zeremonie wegen Pro-Palästina-Protesten

Die 21. Etappe der diesjährigen Vuelta stand allerdings einmal mehr im Schatten der anhaltenden Pro-Palästina-Proteste. Diese begleiteten die Rundfahrt seit der ersten Rennwoche und hatten mehrfach Auswirkungen auf die Streckenführung und Etappenenden.
So auch am Sonntag: Etwa 55 Kilometer vor dem Ziel in Madrid stoppte die Rennleitung das Peloton und beendete den finalen Tagesabschnitt wie bei der 11. Etappe ohne Tagessieger. Grund waren Protest-Aktionen, in Folge derer tausende Demonstranten die Strecke und den Zielbereich besetzten. Die übliche Podiumszeremonie, unter anderem für den Gesamtsieger Vingegaard, fiel aus.
"Es ist schade, dass uns ein solcher Moment der Ewigkeit genommen wurde", sagte der dänische Radstar: "Ich hatte mich darauf gefreut, diesen Gesamtsieg mit meinem Team und den Fans zu feiern. Jeder hat das Recht zu protestieren, aber nicht auf eine Weise, die unser Rennen beeinflusst oder gefährdet."
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Hunderte Demonstranten auf der Straße: Peloton kommt nicht mehr weiter

Quelle: Eurosport


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