Flèche Wallonne: Tadej Pogacar deklassiert Konkurrenz um Remco Evenepoel und gewinnt Klassiker an der Mauer von Huy vor Kévin Vauquelin

Tadej Pogacar hat durch den Triumph im Flèche Wallonne nach den Niederlagen bei Amstel Gold Race und Paris - Roubaix eindrucksvoll auf die Siegesstraße zurückgefunden. Der Slowene ließ seine Rivalen um Olympiasieger Remco Evenepoel im Schlussanstieg an der gefürchteten Mauer von Huy keine Chance und feierte seinen dritten Klassikersieg 2025 nach Flandern-Rundfahrt und Strade Bianche.

Highlights: Pogacar nimmt Revanche fürs Amstel Gold Race

Quelle: Eurosport

Pogacar ließ sein UAE-Team schon am vorletzten Anstieg sechs Kilometer vor dem Ziel durch extremes Tempo die Favoritengruppe ausdünnen, eine echte Vorentscheidung gelang dem Weltmeister dadurch aber nicht. Erst die Mur de Huy mit ihren 9,6 Prozent Steigung auf 1,3 Kilometern entschied über den Sieger.
Dort aber attackierte Pogacar unerwartet früh und ließ die Konkurrenz scheinbar mühelos stehen und gewann die 89. Austragung des belgischen Traditionsrennens noch souveräner als bei seinem ersten Erfolg in Wallonien 2023.
"Es war ein wirklich hartes Rennen, aber wir sind unserem Plan gefolgt", so Pogacar im Siegerinterview - "jetzt wartet am Sonntag noch ein weiteres großes Rennen", blickte er schon auf Lüttich - Bastogne - Lüttich als letztes Monument des Frühjahres (live im TV bei Eurosport, im Livestream bei discovery+ und im Liveticker).
Zweiter wurde wie im Vorjahr der Franzose Kévin Vauquelin (Arkéa) vor dem britischen Mountainbike-Olympiasieger Tom Pidcock (Q36.5). Evenepoel hatte diesmal keine Chance gegen den zweifachen Tour-Sieger, der Belgier wurde vor seinen Landsleuten an der Strecke Neunter (+0:16 Minuten).
picture

Healy über Pogacar-Attacke: "Ziemlich spät für Tadej"

Quelle: Eurosport

Während sich kein deutscher Profi in den Top 50 platzieren konnte, belegte der Schweizer Mauro Schmid (Jayco) den zehnten Rang (+0:19).
picture

Pogacar zündet Turbo an der Mauer und siegt beim Wallonischen Pfeil

Quelle: Eurosport

Sturz bringt Amstel-Sieger Skjelmose um alle Chancen

Vor der zweiten von drei Passagen der Mauer hatte ein Sturz Mitfavorit Mattias Skjelmose (Lidl) zurückgeworfen. Der Däne, am Sonntag noch Sensationssieger beim Amstel Gold Race und 2023 Zweiter hinter Pogacar in Huy, kämpfte sich zwar trotz Schmerzen am rechten Handgelenk und einer blutenden Wunde am Unterschenkel zurück ins Feld, gab das Rennen dann aber wenig später auf.
picture

Amstel-Sieger Skjelmose am Boden: Zwei Stürze an der gleichen Stelle

Quelle: Eurosport

Bislang einziger deutscher Sieger beim Flèche Wallonne ist Rolf Gölz, der das Rennen 1988 gewann.
Der Vorsprung von Pogacar auf die durchaus hochklassigen Herausforderer war der größte eines Gewinners dort seit 2003: Damals siegte der spätere spanische Weltmeister Igor Astarloa allerdings als Ausreißer, seitdem konnte keiner aus der illustren Siegerriege die Konkurrenz derart abhängen.
Der Flèche Wallonne ist Teil der Ardennen-Trilogie. Den Auftakt beim Amstel Gold Race hatte Skjelmose für sich entschieden, am kommenden Sonntag steht zum Abschluss Lüttich - Bastogne - Lüttich auf dem Programm, das vierte von fünf Monumenten des Radsports.
Das könnte Dich auch interessieren: Ausreißer vollendet Solo-Ritt in Südtirol erfolgreich
picture

Highlights: Favoriten verpokern sich - Italiener siegt mit Monster-Solo

Quelle: Eurosport


Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen