Marc Hirschi holt Klassiker-Sieg beim Flèche Wallonne

Marc Hirschi hat sich beim 84. Flèche Wallonne seinen ersten Klassiker-Sieg in den Ardennen geholt und dabei u.a Tour-Sieger Tadej Pogacar geschlagen. Der Schweizer vom deutschen Team Sunweb setzte sich am bis zu 22% steilen Schlussanstieg der "Mauer von Huy" vor dem Franzosen Benoit Cosnefroy (ag2r) und Michael Woods (EF Education First) aus Kanada durch. Der Slowene Pogacar wurde Neunter.

Fotocredit: Getty Images

Der Österreicher Patrick Konrad fuhr für Bora-hansgrohe auf den siebten Platz (+5 Sekunden), Simon Geschke (CCC) wurde Zehnter mit zehn Sekunden Rückstand nach den 202 Kilometern in Belgien. Etappensieger Lennard Kämna belegte mit 1:46 Minuten Rückstand den 62. Platz.
Am Ende des 1,3 km langen und im Schnitt 9,6 Prozent steilen Zielanstiegs setzte sich der 22 Jahre alte Hirschi mit zwei Radlängen Vorsprung durch. Es war der erste Triumph eines Schweizers seit Ferdy Kübler 1952.
"Ich wollte vorne reinfahren und in Position sein. Entweder hast du die Beine dafür oder nicht. Ich habe heute keine Fehler gemacht und bin super happy wie das Team heute gefahren ist", sagte Hirschi bei Eurosport.
Geschke hatte schon im WM-Straßenrennen am Sonntag in Imola bis zum letzten Anstieg exzellente Helferarbeit für den späteren WM-Neunten Maximilian Schachmann (Berlin) geleistet. Auch zuvor bei der Tour hatte Geschke in den Bergen geglänzt und war zweimal in die Top 10 gefahren.

Seriensieger bei Flèche nicht am Start

Der frisch gekürte Weltmeister Julian Alaphilippe, der die beiden vorherigen Ausgaben beim "Wallonischen Pfeil" gewann, hatte am Montag kurzfristig abgesagt. Der Franzose von Deceuninck-Quick Step will stattdessen alle Konzentration auf Lüttich-Bastogne-Lüttich am Sonntag richten. Rekordsieger Alejandro Valverde (Spanien/Movistar) verzichtete ebenfalls auf einen Start.
Einziger deutscher Sieger beim Flèche Wallone bleibt Rolf Gölz, der das Rennen 1988 gewann. Der Flèche Wallone ist Teil der Ardennen-Trilogie und in diesem Jahr der Auftakt. Am Sonntag steht Lüttich-Bastogne-Lüttich u.a. mit dem Berliner Maximilian Schachmann (Bora-hansgrohe) auf dem Programm.
Der geplante Abschluss, das Amstel Gold Race (10. Oktober), wurde kurz nach Rennende am Mittwoch wegen der neuen Coronavirus-Auflagen in den Niederlanden von den Organisatoren abgesagt.
(SID)
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