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Rad-WM: Rohan Dennis verteidigt Zeitfahr-Titel, Tony Martin in Top Ten
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Publiziert 25/09/2019 um 16:58 GMT+2 Uhr
Rohan Dennis hat seinen Titel im Zeitfahren verteidigt. Der Australier holte sich souverän den Sieg bei der WM in Yorkshire. Er fuhr mit 1:09 Minuten Vorsprung auf den Belgier Remco Evenepoel zu Gold. Dritter wurde Filippo Ganna aus Italien. Bester Deutscher wurde Tony Martin auf dem neunten Rang mit 2:27 Minuten Rückstand auf den neuen Weltmeister. Nils Politt landete auf dem 22. Platz.
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"Ich bin zufrieden, dass es keine totale Nullnummer geworden ist. Es hätte von Medaille bis Totalausfall alles werden können. Jetzt ist es irgendwo im Mittelfeld geworden", sagte Tony Martin nach dem Rennen im "ZDF":
WM-Gold ging an den Australier Rohan Dennis, der in 1:05:05 Stunden seinen Titel aus dem Vorjahr erfolgreich verteidigte. Das Podium komplettierten das 19 Jahre alte belgische Top-Talent Remco Evenepoel (+1:09 Minuten) sowie der Italiener Filippo Ganna (+1:55).
Nach 54 welligen Kilometern zwischen Northallerton und Harrogate kam Martin auf eine Zeit von 1:07:32 Stunden, 2:27 Minuten langsamer als der neue, alte Weltmeister. Der Kölner Nils Politt (1:09:15) blieb als 22. im Rahmen seiner Möglichkeiten.
Olympia-Tickets für Deutschland
Martin ging konzentriert ins Rennen und war zunächst auch gut unterwegs. Nach der ersten Zwischenzeit lag er als Fünfter in der Nähe der Medaillen. Dennis aber hatte da schon eine eindrucksvolle Marke gesetzt und auch das belgische Wunderkind Evenepoel, bereits als neuer Eddy Merckx bezeichnet, klar hinter sich gelassen. Mit zunehmender Dauer erhöhte sich der Rückstand von Martin, die Medaillen gerieten außer Reichweite.
Seiner Karrierebilanz von vier WM-Titeln im Einzelzeitfahren und insgesamt 13 Podiumsplatzierungen konnte Martin kein weiteres Highlight hinzufügen. Dennis dagegen fuhr in einer eigenen Liga.
Die deutschen Aussichten waren nicht nur durch Martins gesundheitlichen Probleme beeinflusst worden, auch der Ausfall von Maximilian Schachmann (Trainingsrückstand nach Infekt) war ungünstig. Denn wenigstens ein Rang unter den besten zehn Nationen war das Mindestziel, um dem Bund Deutscher Radfahrer (BDR) einen zweiten garantierten Startplatz für das olympische Einzeitfahren im nächsten Jahr in Tokio zu sichern.
Ein Dämpfer war dabei, dass Politt unterwegs mit Problemen an der Schaltung kämpfte und die Top-Ten klar verpasste. "Die Werte waren gut, die ich gefahren bin. Ich weiß nicht genau, wo ich die Zeit liegengelassen habe", sagte der Kölner - und erklärte zu seinen technischen Problemen:
Dezimiertes Feld durch Fehlen der Stars
Martin weiß selbst, dass seine allerbeste Zeit hinter ihm liegt, als er zwischen 2011 und 2013 drei seiner vier WM-Titel herausfuhr. Dennoch hoffte er auf günstige Umstände, weil die Distanz seine Fähigkeit entgegenkam, ein gleichmäßig hohes Tempo ausdauernd durchzustehen. "Je länger es ist, desto mehr kann ich meinen Dieselmotor ausspielen", hatte Martin gesagt.
Der deutsche Meister hatte in diesem Jahr bedingt durch seine Rolle im niederländischen Profiteam Jumbo-Visma bisher kaum relevante internationale Zeitfahrergebnisse vorzuweisen. Stattdessen war er bei der Tour de France und der Vuelta tagelang an der Spitze des Feldes zu sehen gewesen, wo er als Lokomotive immer wieder über Stunden den Takt vorgab.
Etwas dezimiert hatte sich das Feld auch durch das Fehlen großer Namen wie Tom Dumoulin (Niederlande) sowie der britischen Lokalmatadoren Chris Froome und Geraint Thomas.
(SID)
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