WM-Gold in epischer Regenschlacht: Mads Pedersen sorgt für Sensation

Der Däne Mads Pedersen hat überraschend in einer epischen Regenschlacht WM-Gold im Straßenrennen bei den Titelkämpfen in Yorkshire geholt. Im Sprint eines Spitzentrios verwies der 23-Jährige den favorisierten Italiener Matteo Trentin auf Rang zwei, Bronze ging an den Schweizer Stefan Küng. John Degenkolb belegt den 15. Platz als bester Deutscher, Nils Politt wurde 19. nach 261 Kilometern.

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Der dreifache Weltmeister Peter Sagan belegte den fünften Platz mit 43 Sekunden Rückstand - er war aus der Verfolgergruppe noch herausgefahren, doch die Spitze konnte er nicht mehr erreichen. Vieter wurde Gianni Moscon (Italien/+0:17), der auch zur Spitze gehört hatte, auf den letzten Kilometern aber den Anschluss verlor.
Topfavorit Mathieu van der Poel aus den Niederlanden schien schon auf dem Weg zum erwarteten Sieg, doch den Cross-Weltmeister verließen in der Spitzengruppe plötzlich alle Kräfte, er schleppte sich mit fast elf Minuten Rückstand als 43. ins Ziel.
Degenkolbs Rückstand betrug 1:10 Minuten, Politt war nach fast sechseinhalb Stunden 1:22 zurück.

Ackermann vor Finale abgehängt

Die Auswahl des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) schlug sich vor trotz des miesen Wetters eindrucksvoller Kulisse lange gut, war aber in der entscheidenden Rennsituation nicht gut genug. Sprinter Pascal Ackermann wurde vor dem Rennfinale abgehängt.
Die Strecke war aufgrund starker Regenfälle kurzfristig um knapp 20 Kilometer verkürzt worden, zwei längere Anstiege mussten gestrichen werden, der Rundkurs über knapp 14 Kilometer um Harrogate wurde neun statt sieben Mal gefahren.
Das Warten auf den ersten deutschen Profiweltmeister im Straßenrennen seit Rudi Altig (1966) geht auch nach 53 Jahren weiter. Seit dem WM-Bronzerang von Andre Greipel vor acht Jahren in Kopenhagen wartet der BDR auch auf eine Medaille.
Die WM in Großbritannien ging für den BDR insgesamt mit einmal Silber und einmal Bronze zu Ende, in den olympischen Disziplinen gab es jedoch eine Nullnummer.
(SID)
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