Rad-WM 2023: Remco Evenepoel krönt sich zum Zeitfahr-Weltmeister - Belgier schlägt Filippo Ganna

Remco Evenepoel hat sich bei der Rad-WM 2023 in Glasgow zum neuen Zeitfahr-Weltmeister gekrönt. Der Belgier setzte sich im Schlagabtausch mit dem Italiener Filippo Ganna letztlich mit 12,28 Sekunden Vorsprung durch. Den dritten Platz sicherte sich der Brite Joshua Tarling (+48,20 Sekunden). Wout van Aert fuhr auf den fünften Rang (+1:37,23 Minuten).

Schlussspurt am Stirling Castle: Evenepoel krallt sich Zeitfahr-Gold

Quelle: Eurosport

Für Evenepoel war es nach Silber (2019) und Bronze (2021 und 2022) das erste WM-Gold im Einzelzeitfahren. Im Vorjahr hatte er sich bereits zum Weltmeister im Straßenrennen gekrönt.
"Ich konnte härter und schneller fahren, als wir geplant hatten", gab Evenepoel im Anschluss bei Eurosport zu Protokoll. "Ich war noch nicht wirklich am Limit und wusste, dass ich noch einmal Gas geben kann. Bei der zweiten Zwischenzeit war ich schließlich vor Filippo - und dann kam der Abschnitt, der mir gelegen hat."
Die deutschen Starter fuhren wie erwartet nicht um die Medaillen mit. Lennard Kämna (Wedel) kam auf dem 19. Rang mit einem Rückstand von 3:00,59 Minuten auf Evenepoel ins Ziel.
Der Kölner Nils Politt belegte Platz 32 (+3:55,51 Minuten). Der letzte deutsche Sieger war Tony Martin 2016 in Doha, insgesamt sicherte sich der Olympia-Zweite von 2012 viermal das Regenbogentrikot. Das Straßenrennen am vergangenen Sonntag hatte der Niederländer Mathieu van der Poel vor Wout van Aert (Belgien) und dem zweimaligen Tour-de-France-Sieger Tadej Pogacar (Slowenien) gewonnen.

Pogacar: "Hatte heute nicht meinen besten Tag"

Tadej Pogacar erlebte indes einen enttäuschenden Auftritt, landete in der Endabrechungn auf dem 22. Platz (+3:05 Minuten). "Ich hatte heute nicht meinen besten Tag", erklärte der zweimalige Tour-de-France-Sieger bei Eurosport.
"Ich habe alles gegeben, aber ich war nicht auf dem gewohnten Niveau. Mit diesem Ergebnis kann ich nicht zufrieden sein, aber ich werde es mir nicht zu sehr vorwerfen", so Pogacar. "Mein Körper und mein Kopf brauchen jetzt Ruhe. Natürlich bin ich nicht zufrieden, aber es ist, wie es ist."
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Pogacar nach WM-Enttäuschung: "Habe den Preis bezahlt"

Quelle: Eurosport

Über die ganze Saison hinweg habe er mit den Strapazen der kräftezehrenden Rennen zu kämpfen gehabt. "Vielleicht war es einfach zu viel für meinen Körper, das ganze Jahr Vollgas zu geben. Vielleicht habe ich heute den Preis dafür bezahlt."
(SID)
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Highlights: Evenepoel vergoldet seinen Kampf gegen die Uhr

Quelle: Eurosport

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