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Rad-WM 2023: Deutsches Trio um Liane Lippert auf dem Weg in die Weltspitze - Medaillen-Jagd in Glasgow
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Publiziert 11/08/2023 um 13:00 GMT+2 Uhr
Die Medaillen-Jagd der deutschen Radfahrer in Glasgow geht weiter. Zum Abschluss der Weltmeisterschaft hat das Team noch ein paar heiße Eisen im Feuer. Nach dem knapp verpassten Podest im Vorjahr will Liane Lippert im Straßenrennen am Sonntag unbedingt eine Medaille. Dies wäre ein weiterer Höhepunkt einer hoffnungsvollen Generation, die sich auf dem Weg in die Weltspitze befindet.
Liane Lippert
Fotocredit: Getty Images
Der bittere Moment von Wollongong spukt nach wie vor im Kopf von Liane Lippert herum. "Das ist immer noch hart zu verdauen", gestand die deutsche Ausnahmefahrerin. Im letztjährigen WM-Straßenrennen in Australien war sie in einem dramatischen Schlusssprint als Vierte haarscharf an einer Medaille vorbeigefahren.
"Ich habe meine Lektion daraus gelernt. Ich kann jetzt einschätzen, wie die anderen Nationen fahren, wie sie ticken", erklärte Lippert. Bei der Rad-WM in Glasgow sei ein Podestplatz das "große Ziel, es wäre Hammer, eine Medaille mitzunehmen".
Und vielleicht gelingt der deutschen Meisterin sogar der ganz große Coup, denn Lippert befindet sich in Topform.
Erst vor knapp zwei Wochen gewann sie als erste Deutsche überhaupt eine Etappe bei der Tour de France Femmes, als die 25-Jährige aus Friedrichshafen im Massensprint des zweiten Teilstücks an der hochklassigen Konkurrenz um Lotte Kopecky vorbeiflog.
Bauernfeind: Es ist "eine gute Zeit"
Der 154,1 km lange und kurvenreiche Kurs mit seinen knackigen Steigungen vom Loch Lomond nach Glasgow kommt Lippert entgegen. Die Strecke sei "perfekt für Liane", sagte Teamkollegin Ricarda Bauernfeind: "Die kurzen Anstiege wird sie lieben, das ist genau das, was sie kann."
Auch Bauernfeind ist enorm talentiert. Mit der Mixed-Team-Staffel war die 23-Jährige am Dienstag schon zur Bronzemedaille gefahren. Bei der Tour hatte sie nur drei Tage nach Lipperts Erfolg mit einem beeindruckenden Solo nachgelegt.
"Nach unseren beiden Etappensiegen kam es zu einem Boom im ganzen Frauen-Radsport", sagte Lippert. Es sei gerade "eine gute Zeit", erklärte Bauernfeind: "Es zeigt, dass wir vorne mitfahren können."
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Ricarda Bauernfeind
Fotocredit: Getty Images
Niedermaier drängt sich ins Rampenlicht
Das hochveranlagte Trio komplettiert Antonia Niedermaier. Die 20-Jährige kürte sich erst am Donnerstag zur U23-Weltmeisterin im Einzelzeitfahren - nur etwa einen Monat nach ihrem schweren Sturz beim Giro d'Italia, bei dem sie mehrere Zähne verlor. Einen Tag zuvor hatte sie noch die Königsetappe gewonnen.
In den nächsten Jahren will Niedermaier die Gesamtwertungen der großen Rundfahrten in Angriff nehmen. "Das ist ein realistisches Ziel", sagte sie.
Auch im Straßenrennen zum Abschluss der WM in Glasgow am Sonntag geht die passionierte Skibergsteigerin an den Start. "Es ist gut, dass eine neue Generation heranwächst", sagte Lippert. Es könnte eine goldene sein.
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(SID)
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Quelle: Eurosport
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