Remco Evenepoel und Tadej Pogacar wollen Radsport-Geschichte schreiben: Kampf der Titanen bei WM 2024 in Zürich

Tadej Pogacar und Remco Evenepoel greifen nach dem Regenbogentrikot wollen sich bei der Rad-WM 2024 in Zürich in den Geschichtsbüchern verewigen. Evenepoel peilt nach den Olympischen Spielen in Paris sein zweites Gold-Double an - doch Pogacar, der Paris ausließ, ist nach seinem Giro/Tour-Double wieder fit und gewann zuletzt eine Etappe bei der Tour de Quebec.

Evenepoel trotzt Schrecksekunde: Belgier erneut Weltmeister

Quelle: Eurosport

Tour-Champion Tadej Pogacar greift nach der seltenen Dreifach-Krone, Olympiasieger Remco Evenepoel will sich mit dem bislang unerreichten Double-Double unsterblich machen.
Die Radsport-Titanen des Jahres 2024 kämpfen im Straßenrennen der WM in Zürich am Sonntag (ab 10:15 Uhr live bei Eurosport und discovery+) um einen Eintrag in die Geschichtsbücher - und lassen dabei deutsche Träume vom Regenbogentrikot gar nicht erst aufkommen.
Zu groß ist die Dominanz der beiden Superstars, die nach anhaltend herausragenden Leistungen als klare Favoriten starten.
"Das Regenbogentrikot ist wirklich etwas ganz Besonderes. Es ist das außergewöhnlichste Trikot. Jeder will es. Es repräsentiert den besten Fahrer der Welt", sagte Pogacar am Donnerstagabend.

Evenepoel wie bei Olympia mit Doppelsieg?

Jeder will es, doch nur eine Handvoll Radprofis kann es gewinnen. Die Strecke in der Schweiz hat es in sich und ist dieses Mal nichts für Sprinter: 273,9 km liegen zwischen Winterthur und der Ziellinie in Zürich, 4470 Höhenmeter stellen sich den Fahrern in den Weg (So., 10:15 Uhr im Liveticker). 
Ein Terrain, gemacht für Pogacar und Evenepoel. "Knifflig" sei der Kurs, sagte Pogacar, im steten Auf und Ab "bleibt wenig Zeit, sich zu erholen."
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Die Konkurrenz darf das als Warnung verstehen. Spätestens in der Schlussphase dürfte Pogacar in den Angriffsmodus schalten. "Diese Weltmeisterschaft ist ein großes Ziel von mir", sagte der 26-Jährige.
Noch fehlt Pogacar der WM-Titel. Gelingt ihm am Zürichsee die Premiere, wäre sie eine ganz besondere. Als erst dritter Fahrer der Geschichte würde der Slowene die sogenannte Dreifach-Krone gewinnen, die zwei Gesamtsiege bei einer großen Landesrundfahrt sowie den WM-Titel innerhalb eines Jahres umfasst.

Tour/Giro-Double mit Regenbogen veredelt

1974 war das Eddy Merckx gelungen, 1987 dem Iren Stephen Roche. Pogacar gewann im Mai den Giro d'Italia und ließ im Juli seinen dritten Erfolg bei der Tour de France folgen.
Im Anschluss hatte er eine längere Pause eingelegt. Vor knapp zwei Wochen kehrte Pogacar bei einem Kanada-Abstecher zurück ins Renngeschehen, triumphierte beim schweren Eintagesrennen in Montreal. "Tadej Pogacar ist der Favorit", sagte sein großer Herausforderer Evenepoel: "Aber ich bin hier, um den Titel zu gewinnen. Ich werde es versuchen."
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Highlights: "Kannibale" Pogacar unnachahmlich zum Solo-Sieg

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Bedeutende Titel hat der Belgier zuletzt reichlich gewonnen. Der Tour-Dritte krönte sich in Paris zum ersten Doppel-Olympiasieger, gewann im Schatten des Eiffelturms das Straßenrennen sowie das Einzelzeitfahren.
Am vergangenen Sonntag ließ er auf seinem goldenen Rad den WM-Titel im Kampf gegen die Uhr folgen. Ein Sieg im WM-Straßenrennen und das Double-Double wäre ein Erfolg für die Ewigkeit.
Ob Titelverteidiger Mathieu van der Poel mit Pogacar und Evenepoel mithalten kann, ist fraglich. Der Niederländer hat sich bestens vorbereitet, Gewicht verloren und wirkt ungewohnt schmal. "An einem guten Tag wird er sehr gefährlich sein", sagte Pogacar zwar. Der Kurs dürfte für van der Poel letztlich aber zu schwierig sein.
(SID)

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