Rad-WM: Schweizer Juniorin Muriel Furrer (†18) nach Sturz im Juniorinnen-Rennen in Zürich am Freitag gestorben
Update 27/09/2024 um 16:23 GMT+2 Uhr
Die Schweizer Nachwuchs-Radfahrerin Muriel Furrer ist bei der Rad-WM an den Folgen ihres Sturzes beim Juniorinnen-Rennen gestorben. Die 18-Jährige hatte am Donnerstag ein schweres Schädel-Hirn-Trauma erlitten, dem sie am Freitag erlag. Furrer war aus bisher unbekannten Gründen in einem Waldstück zu Fall gekommen. Sie wurde mit einem Rettungshelikopter ins Krankenhaus geflogen.
Muriel Furrer
Fotocredit: Getty Images
Die Schweizerin fuhr normalerweise in den Disziplinen Mountainbike Cross-Country und Cyclocross, qualifizierte sich mit ihren Leistungen im vergangenen Jahr aber auch für die Straßenrad-Weltmeisterschaft in Zürich. Bei der Mountainbike-EM im Mai gewann sie Bronze mit der Schweizer Team-Staffel. Bei der Mountainbike-WM im August wurde sie 29. im Juniorinnen-Rennen.
Laut dem Radsport-Weltverband UCI und dem Schweizer Rad-Verband Swiss Cycling gab es auch am Freitagmittag noch keine gesicherten Erkenntnisse über den Unfallhergang.
Laut "Blick" habe sich der Unfall in einem Waldstück oberhalb Küsnacht ereignet - und war offenbar zunächst nicht bemerkt worden. Nach Informationen der Schweizer Zeitung lag Furrer nach ihrem Sturz lange unentdeckt im Wald, ehe Rettungsmaßnahmen eingeleitet wurden.
Der Veranstalter verwies darauf, dass Ermittlungen der zuständigen Behörden im Gang seien. Aus diesem Grund könnten bis auf Weiteres keine Auskünfte erteilt werden. Furrer war am Donnerstag notoperiert worden, am Freitag verbreitete sich dann die Todesnachricht.
UCI "extrem beunruhigt"
Eine Stelle in einer Linkskurve im Wald bei Küsnacht wurde vom Veranstalter am Freitag für die U23-Rennen mit Matten und Warnhinweisen abgesichert. Genaue Informationen, ob es sich dabei um Furrers Unfallstelle handelt, gab es jedoch nicht.
Am Freitagmorgen hatten die Organisatoren noch mitgeteilt, Furrers Zustand sei "unverändert sehr kritisch". Der UCI schrieb, dass man "extrem beunruhigt" sei und die Entwicklungen "genau beobachte".
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Muriel Furrer vor dem Juniorinnen-Straßenrennen 2024 in Zürich
Fotocredit: Imago
Absage der restlichen WM-Wettkämpfe im Raum
Swiss Cycling sagte schon am Donnerstag alle Öffentlichkeitsaktivitäten bis auf Weiteres ab. Wie der "SRF" berichtete, stand nach dem schweren Unfall auch eine Absage der restlichen Wettkämpfe der Weltmeisterschaft im Raum.
Die WM wurde am Freitag jedoch fortgesetzt. "Die Weiterführung erfolgt nach Absprache mit und im Sinne der Familie. Die Familie wünscht, dass die Weltmeisterschaften gemäß Programm fortgesetzt werden", hieß es von Seiten der Organisatoren nach Absprache mit UCI und Swiss Cycling am Freitagmorgen - da war Furrer noch am Leben.
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Die Schweizer Starterinnen des Juniorinnen-Straßenrennens der WM 2024 in Zürich vor Rennstart: Chiara Mettier, Sirin Stadler, Lara Liehner und Muriel Furrer (v.l.)
Fotocredit: Imago
Unter Furrers bis dato letztem "Instagram"-Post drückten derweil viele Fans und Bekannte ihre Anteilnahme am Schicksal der 18-Jährigen aus.
Unter anderem schrieb dort die Mutter des 2023 tödlich bei der Tour de Suisse verunglückten Radprofis Gino Mäder (†26) noch vor der Todesnachricht: "Ich fühle so extrem mit Deiner Familie. Sei stark. Liebe Familie Furrer, ich fühle mit Euch. Ganz intensiv und ich weiß so sehr, wie es Euch jetzt gehen muss. Haltet Euch fest. Ich wünsche Euch ganz viel Kraft, diese Stunden durchzustehen."
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