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Rad-WM: Franziska Koch nutzt mit Platz drei im Zeitfahren den "Heimvorteil" - Bronze, Biber und Beziehung
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Update 21/09/2026 um 16:31 GMT+2 Uhr
Franziska Koch setzt ihr sagenhaftes Jahr 2026 bei der WM in Montreal fort und kann dabei auf einen indirekten Heimvorteil setzen - ihr Freund ist Kanadier. Der Überraschungscoup im Einzelzeitfahren soll nur der Auftakt zu weiteren Erfolgen bei den Titelkämpfen sein. Dabei war die Saison schon zuvor extrem erfolgreich für die 26-Jährige, die 2026 bereits deutsche Radsport-Geschichte schrieb.
Highlights: Koch fährt aufs Podium - Reusser beschenkt sich selbst
Quelle: Eurosport
Franziska Koch knuffelte den Plüschbiber in ihrem Arm zusammen und genoss mit Montreals Wappentier als Bronze-Trophäe das Radsportglück in diesem Land von für sie zunehmend großer Bedeutung.
"Mein Freund ist ja Kanadier", sagte die Überraschungs-Dritte des WM-Zeitfahrens, "zwar nicht hier aus Quebec, sondern von der Westküste. Aber das war dennoch eine gute Sache."
Mit quasi emotionalem Heimvorteil also raste die 26-Jährige am Sonntag beim Einzelzeitfahren am Sankt-Lorenz-Strom aufs Podest und bescherte dem deutschen Team damit einen Traumstart in die Titelkämpfe.
Klar, Kochs Lebensgefährte Riley Pickrell, selbst Radprofi, stammt aus Victoria am Südende von Victoria Island im englischsprachigen Kanada, fast 5000 Kilometer vom frankophonen Montreal entfernt. Zudem lebt das Paar im spanischen Girona. Doch das waren im bronzenen Hochgefühl nur Nebensächlichkeiten.
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Franziska Koch fährt beim Einzelzeitfahren in Kanada zu Bronze
Fotocredit: Getty Images
Koch: "Nichts mehr im Tank"
"Ich freue mich total über die Medaille", sagte Koch, die sich bei der Hochgeschwindigkeits-Jagd über den Circuit Gilles Villeneuve, Montreals Formel-1-Kurs auf einer Insel inmitten des mächtigen Stroms, nur der Schweizer Titelverteidigerin Marlen Reusser und der jungen Britin Zoe Bäckstedt (Tochter des schwedischen Ex-Stars Magnus Bäckstedt) geschlagen geben musste.
Sehr rasant sei sie losgefahren, sagte Koch, "und am Ende war wirklich nichts mehr im Tank". Diesen sollte sie in Montreal bis zur Mixed-Zeitfahrstaffel am Dienstag (14:30 Uhr im Liveticker), in der die nächste Medaille auf Koch an der Seite von Antonia Niedermaier (Siebte am Sonntag) warten könnte, aber wieder aufgefüllt haben.
In der Heimat der "Poutine Québécoise", dem göttlichen Gericht aus dunkelgoldenen Fritten mit Bratensoße und Käsebruch, kein großes Problem sein.
Es läuft bei Koch derzeit, sie fliegt quasi durch das Jahr 2026. Im Frühling sorgte die Rheinländerin mit Platz drei beim Schotterspektakel Strade Bianche für Aufsehen, einen Monat später gelang ihr der historische erste Sieg einer Deutschen bei Paris - Roubaix, schließlich im Sommer das DM-Double aus Straßenrennen und Zeitfahren.
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Highlights: Koch schlägt Visma-Duo - Deutsche Überraschung im Velodrom
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Koch bei Tour de France noch Vollering-Helferin
In Kanada darf Koch nun endlich wieder für sich fahren, nachdem sie sich bei der Tour de France in den Dienst ihrer FDJ-Teamkollegin Demi Vollering stellte, die den Gesamtsieg feierte. Am Sonntag nahm Koch der achtplatzierten Niederländerin mehr als eine Minute ab.
Beide werden sich am Samstag im WM-Straßenrennen wiedersehen, Vollering ist dann eine der Topfavoritinnen, Koch dürfte aber in der jetzigen Form durchaus um die Medaillen mitreden.
Auch, weil sie über Insiderwissen verfügt: Partner Pickrell, fuhr eine Woche vor Beginn der Titelkämpfe noch bei Montreals WorldTour-Rennen auf nahezu identischer Strecke mit.
Und vielleicht bleibt danach ein wenig Zeit für die Sehenswürdigkeiten ihrer neuen Herzensheimat. "Bei der Streckenbesichtigung habe ich zwar schon etwas von der Stadt gesehen", sagte Koch dem Portal "indeleiderstrui.nl", "aber noch ist Tourist spielen keine Option."
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