WM 2026 in Kanada: Remco Evenepoel und Wout van Aert führen das Aufgebot Belgiens in Montréal als Doppelspitze an

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Erstmals seit den Olympischen Spielen von Paris 2024 werden Remco Evenepoel und Wout van Aert als Teamkollegen an den Start gehen. Bei der Weltmeisterschaft in Montréal sollen die beiden Superstars das belgische Aufgebot im Straßenrennen anführen, wie der Verband bekannt gab. Seitdem das Aus von Titelverteidiger Tadej Pogacar bestätigt ist, dürften sich beide Chancen auf den Titel ausrechnen.

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Quelle: Eurosport

Schon in der Vergangenheit gab es Fragezeichen hinter die Funktionsfähigkeit dieser Doppelspitze - zwei starke Egos mit absolutem Kapitänsanspruch prallen in einem ohnehin tief besetzten belgischen Team aufeinander.
Während van Aert mit seinem Hauptarbeitgeber Visma-Lease a Bike die Vuelta dominiert - und dabei selbstlose Helferdienste zeigt - sprach er auch über die Selektion der belgischen Nationalmannschaft.
"Der Trainer hat ein sehr gutes Team zusammengestellt", sagte der 31-Jährige vor dem Start der 16. Etappe gegenüber "Sporza" und lobte den Nationalcoach Serge Pauwels: "Er hat sich die Zusammenstellung des Aufgebots genau überlegt und die Rollen jedes einzelnen Fahrers. Ich habe volles Vertrauen in jeden, der mitfährt."
Von einer Lagerbildung will van Aert nichts wissen: "Ich denke nicht, dass es zwei Lager geben wird. Das sollte in einem belgischen Team nicht passieren. Darüber habe ich noch nicht einmal nachgedacht."

Evenepoel und van Aert sammeln Erfahrungen als Teil einer Doppelspitze

In der Vergangenheit ging die Doppelspitze der beiden Stars bereits auf - meist zugunsten von Evenepoel. 2022 wurde er Straßen-Weltmeister in Australien, 2024 in Paris Olympiasieger. Beide Rennen beendete van Aert ohne Edelmetall. Auch bei den Weltmeisterschaften 2021 und 2023 traten beide als Mitfavoriten gemeinsam an. Ausgerechnet im heimischen Leuven enttäuschte Belgien auf ganzer Linie, in Glasgow 2023 wurde van Aert hinter Mathieu van der Poel Zweiter.
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2022 ging es gut: Remco Evenepoel wird Weltmeister in Australien, Teamkollege Wout van Aert freut sich mit

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Für beide ist die Situation also nicht neu. Gleichzeitig sammelten die Superstars in der jüngeren Vergangenheit mehr Erfahrungen mit "Doppelspitzen". Evenepoel musste sich nach Jahren als klare Nummer eins bei Soudal-Quickstep an die Seite von Florian Lipowitz bei Red Bull-Bora-hansgrohe stellen.
Das lief streckenweise sehr gut - und führte einmal zum berüchtigten Ausbruch Evenepoels in den Pyrenäen. Van Aert teilte sich bei Visma schon immer die Führungsrolle mit Jonas Vingegaard, angesichts ihres sehr unterschiedlichen Fahrerprofils kommen sie sich aber selten in die Quere.
Derzeit ist der Paris-Roubaix-Sieger aktiv an einer der erfolgreichsten Grand Tours seines Teams beteiligt - auch als Helfer für den jungen Sprinter Matthew Brennan.

Offenes Rennen ohne Pogacar

Diese Vergleiche sind auf Rundfahrten und andere Rennen bezogen schön und gut - in Montréal geht es um das Regenbogentrikot, um Medaillen. Bei diesen einmaligen Gelegenheiten das eigene Ego beiseite zu legen, ist deutlich schwieriger. Zumal ohne Pogacar die Chancen für beide steigen.
"Seine Abwesenheit verändert das Rennen", sagte Nationaltrainer Pauwels, "es macht einen Riesenunterschied. Jetzt müssen wir akzeptieren, dass wir zu den Favoriten gehören."
Wer von beiden dieser Favoritenrolle gerecht wird, ist Pauwels logischerweise egal. "Wir haben zwei Leader, die gewinnen wollen. Es geht um die Verantwortung, die sie im Rennen übernehmen müssen. Wann können sie angreifen? Wann müssen sie abwarten? Das möchte ich ihnen ganz klarmachen."
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Duell um Sieg in San Sebastián: Evenepoel schnappt sich Rekord

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Evenepoel weiß im belgischen Aufgebot mit Maxim Van Gils und Gianni Vermeersch zwei Red Bull-Teamkollegen an seiner Seite. Quinten Hermans und Tiesj Benoot haben wohl einen engeren Draht zu van Aert und sollen im Rennen eher an seiner Seite bleiben - die Spekulationen über eine Lagerbildung kommen also nicht von ungefähr.
Vermeersch machte aber klar, dass seine Loyalität nicht einem Kapitän gelte, sondern Belgien. "Wir haben zwei Anführer, oder?", sagte er gegenüber "Sporza". "Es ist egal, wer von beiden es macht - Hauptsache, es macht ein Belgier."
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Van Aert zur entscheidenden Attacke: "Wollten das Feld überraschen"

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