Im Shakedown, dem "Freien Training" der FIA Rallye-Weltmeisterschaft (WRC), absolvierten sie bei extrem staubigen Bedingungen die 4,98 Kilometer lange Prüfung mit den drei besten Zeiten. "Im Shakedown hatte ich einen Schreckmoment, wobei der Polo fast auf dem Dach gelandet wäre", erklärt Ogier. "In einer engen Rechtskurve bin ich etwas zu weit nach innen gekommen. Dadurch war ich plötzlich wie ein Stuntfahrer nur noch auf zwei Rädern,glücklicherweise konnte ich die Situation dann doch mit einer Lenkkorrektur entschärfen. Insgesamt bin ich gut drauf und hoffe, mit einem guten Ergebnis den WM-Titel hier in Australien klarzumachen."
Mikkelsen, der beim Shakedown die zweitbestes Zeit fuhr, sagt: "Der Wechsel zurück in den Schotter-Modus verlief binnen Sekunden - das Gefühl für den Polo war unter diesen Bedingungen sofort da und ich habe mich auf der Stelle wohlgefühlt. Die Aufgabe ist am Wochenende mit einer so frühen Startposition allerdings alles andere als leicht - wenngleich ein kleines bisschen leichter als für meine Teamkollegen. Mit jedem Auto wird die Strecke schneller und schneller und als erste drei Autos auf den Prüfungen haben wir eine echte Herausforderung vor uns. Aber der stellen wir uns natürlich gern."

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"Wir haben den Shakedown heute auch zum Testen der speziellen Bedingungen hier in Australien genutzt, weil es im Vorfeld keine Möglichkeiten dazu gab", erzählt Latvala. "So konnten wir in den insgesamt fünf Durchgängen noch ein paar Dinge ausprobieren, die das Setup betreffen. Mit der Zeit, die ich zum Schluss absolviert habe, war ich dann auch zufrieden. Es liegt eine ziemliche Staubschicht auf der Strecke und das macht es speziell für die von vorn startenden Fahrzeuge mit Sicherheit nicht einfacher. Alles in allem bin ich mit dem Vormittag zufrieden."
Am Donnerstagnachmittag begann zudem mit dem zeremoniellen Start vor tausenden von Fans in der Innenstadt von Coffs Harbour die zehnte Saison-Rallye offiziell. Vor der Rallye Australien hatten Ogier, Mikkelsen und Latvala einen wahren Medien-Marathon durchlaufen: Ogier gab in Sydney zahlreiche Interviews, trat in zwei TV-Sendungen auf und besichtigte ein Spiel der Sydney Swans in der Australian Football League (AFL). Mikkelsen erhielt von Australiens Surf-Star Courtney Hancock eine Lektion im Wellenreiten und Latvala besuchte Volkswagen Singapur und das "Polo Rally Weekend" in Kuala Lumpur.
"Für mich ist die Rallye Australien immer ein Highlight", so Ogier. "Am Wochenende vor der Rallye habe ich etwas Zeit in Sydney verbracht. Die Stadt ist toll und die Menschen dort wie generell in Australien sehr freundlich und entspannt. Für uns Europäer sind zudem Natur und Tierwelt einzigartig. Nirgendwo sonst haben wir schließlich Kängurus und Koalas als Zuschauer - hoffentlich bleiben sie in den grünen Sicherheitszonen! Die Prüfungen hier an der Gold Coast sind auch dieses Jahr wunderschön. Besonders die 50 Kilometer lange Nambucca-Prüfung wird eine Herausforderung."

Der Titelkampf in Australien

Latvala ergänzt: "Generell ist es immer wieder schön in Australien zu sein und ich freue mich sehr, dass es heute Nachmittag nach dem zeremoniellen Start endlich losgegangen ist und morgen die ersten Prüfungen anstehen."
Und auch Mikkelsen ist die Vorfreude anzumerken: "Ich freue mich richtig auf die Rallye Australien. Ich habe sie schon immer gemocht und von den vier ausstehenden Rallyes in dieser Saison habe ich hier wohl die größte Chance auf meinen allerersten Sieg. Ich habe in diesem Jahr ausreichend Erfahrung, zudem sind die Prüfungen am Freitag für alle neu - was mir normalerweise entgegenkommt."
Bei der Rallye Australien kann Volkswagen alle der WM-Titel des Jahres 2015frühzeitig einfahren. Dazu genügt es, dass Ogier/Ingrassia den Vorsprung auf ihre Teamkollegen verteidigen - gleiches gilt für Volkswagen gegenüber Hyundai, Citroen und MSport-Ford. Neben den vielen Möglichkeiten für eine erfolgreiche Titelverteidigung lautet die einfachste Formel: Gewinnen.
"Die Rallye Australien ist immer etwas Besonders", so Teamchef Jost Capito. "Die Wertungsprüfungen sind mit nichts anderem in der Rallye-WM zu vergleichen, der ganze Tross hat eine lange Anreise und erlebt einen extrem positiven Kulturschock. Die Menschen begegnen uns hier mit einer großen Freundlichkeit und Gelassenheit. Keine Frage: Wir mögen die Rallye Australien. Die 2015er-Ausgabe könnte aber einen besonderen Platz bekommen, denn die Titelverteidigung in allen drei Wertungen ist für uns möglich - wenn wir einen guten Job machen. Ich kann verraten: Jeder im Team ist wie immer hoch motiviert und steht unter positiver Spannung, das große Ziel schon hier erreichen zu wollen."
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