Eurosport
Reit-WM: Die deutschen Springreiter beeindrucken bisher - weitere Medaillenchancen im Finale für Daniel Deußer und Co.
Von
Publiziert 22/08/2026 um 13:30 GMT+2 Uhr
Mit Gold im Gepäck geht die Medaillenjagd der deutschen Springreiter weiter. Vor dem Finale bietet sich ein Bild unglaublicher Stärke. Daniel Deußer hat die Möglichkeit auf eine zweite Goldmedaille. Marcus Ehning will ihm einen Strich durch die Rechnung machen. Bundestrainer Otto Becker ist überwältigt von den bisherigen Ergebnissen. Zwei schwere Parcours gilt es noch zu überwinden.
Deutsche Springreiter mit weiteren Medaillenchancen
Fotocredit: Getty Images
Mit einem Strahlen im Gesicht saß Daniel Deußer zwischen seinen Goldkollegen und genoss die süßen Momente des Triumphes, das große Einzelfinale war nicht mehr als ein ferner Schatten irgendwo in seinem Hinterkopf. "Ich habe noch nicht wirklich über Sonntag nachgedacht", sagte der frischgebackene Weltmeister bestens gelaunt, die Goldmedaille baumelte um seinen Hals.
Dabei könnte es für den 45-Jährigen in Aachen gleich noch eine zweite geben - und ausgerechnet seine Kameraden würden ihm wohl gerne einen Strich durch die Rechnung machen.
So konzentrierte sich Deußer am Ende eines denkwürdigen Abends lieber noch ein bisschen auf dieses "unglaubliche Gefühl" nach seinem Glanzritt vor 40.000 frenetischen Fans, schon als dritter Reiter hatte er seine Equipe vorzeitig zum Weltmeister befördert. "Ob sich das noch einmal wiederholt in meinem Leben, weiß ich nicht", resümierte der Reiter.
Unwahrscheinlich ist das aber ganz und gar nicht. Schließlich gehen Deußer und sein furioser Partner Otello beim großen Showdown um den Einzeltitel (ab 14:20 Uhr) auf der Pole Position in den Parcours, teilen muss sich das Duo Rang eins nur mit dem Schweizer Olympiasieger Steve Guerdat. Gleich dahinter lauern seine grandiosen Teamkollegen - auf den Anzeigetafeln im berüchtigten Hauptstadion bot sich ein Bild purer Dominanz.
Goldjagd soll weitergehen
Denn ein Wörtchen um das nächste Gold will auch ein viertplatzierter Marcus Ehning mitreden, zweifacher Weltmeister und Olympiasieger im Team ist er jetzt bereits. Oder schreibt Sophie Hinners (Platz fünf) Geschichte in der Soers?
Am liebsten würde die 28-Jährige sicherlich in die Fußstapfen der überragenden Simone Blum treten, 2018 krönte sich die Deutsche als erst zweite Frau überhaupt zur Weltmeisterin.
Vielleicht aber rollt auch Richard Vogel das Feld weiter von hinten auf, auf Rang 14 muss er jedoch auf einige Patzer der Konkurrenz hoffen. "Die brauchten mich gar nicht", hatte der 29-Jährige, als Topfavorit nach Aachen gereist, nach dem Triumph seiner Mannschaft noch mit einem Augenzwinkern resümiert.
In allen drei bisherigen Springen wurde ausgerechnet sein Name aus der Wertung gestrichen - und doch gab es "noch nie ein glücklicheres Streichergebnis, als ich es heute war", sagte Vogel. Seinen Kollegen hat der Europameister trotzdem etwas voraus, als einziger ist er schon zu einem Einzeltitel gesprungen.
Im Finale der besten 25 Reiter soll die muntere Goldjagd erfolgreich weitergehen. "Nie im Leben" hätte er dieses Ergebnis erwartet, jubelte der "überwältigte" Bundestrainer Otto Becker bereits, eine Wiederholung könnte postwendend folgen. Zwei schwere Parcours müssen Deußer und Co. dafür noch überwinden - doch bislang war für das deutsche Spitzentrio in Aachen einfach keine Hürde zu hoch.
Das könnte Dich auch interessieren: Pünktlich vor dem großen Regen: Russell siegt im Sprint
(SID)
/origin-imgresizer.eurosport.com/2026/08/22/image-690f63e8-5d94-4507-9706-c02e5438e52c-85-2560-1440.png)
Gauff lässt Kostyuk keine Chance - Halbfinaleinzug perfekt
Quelle: Perform
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung