Reit-WM: Katharaina Hemmer liefert in Aachen ab - Bundestrainerin Monica Theodorescu schlägt neuen Namen nach Gold vor

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Katharina Hemmer und die deutsche Dressur-Equipe sind bei der Heim-WM in Aachen zu Gold geritten. Die 32-Jährige schickte dabei dank eines Wahnsinnsritts als dritte deutsche Starterin Isabell Werth mit einem großen Vorsprung in die finale Prüfung. Die Reit-Legende ließ sich den Titel dann nicht mehr nehmen. Bundestrainerin Monica Theodorescu schlug danach eine Namensänderung für Hemmer vor.

Katharina Hemmer legte mit einer starken Prüfung den Grundstein für WM-Gold der Dressur-Equipe

Fotocredit: Getty Images

 Nach den zahlreichen Jubelarien im Reitsport-Mekka ließen die deutschen Dressur-Helden ihren Feierabend in ruhiger Atmosphäre ausklingen. "Sehr schön" zelebrierten die frischgebackenen Weltmeister um Ikone Isabell Werth und Stardebütantin Katharina Hemmer ihren Titel in einem schicken Aachener Restaurant: "Aber nicht zu lange, da wir heute Morgen schon wieder trainiert haben", verriet Bundestrainerin Monica Theodorescu dem SID.
Kaum vorstellbar, dass die neuen Champions Werth, Hemmer, Frederic Wandres und Raphael Netz ihre Goldmedaillen beim Essen mit Familien und Pferdebesitzern schon abgelegt hatten - in ihren Hinterköpfen schwirrte da bereits das nächste Ziel herum.
Nach dem Gewinn des 13. WM-Titels für Deutschland liegt der Fokus nun auf dem Grand Prix Spezial. Und in der ersten von zwei Einzel-Entscheidungen am Freitag (ab 10:50 Uhr) richten sich die Blicke nicht mehr allein auf Ikone Werth.
"Es ist ein sehr starkes Feld", sagte die Rekordweltmeisterin, die in Aachen ihren zehnten WM-Titel feierte, "und es ist sehr aufregend für uns alle." Das gilt spätestens seit Mittwoch umso mehr auch für ihre Teamkollegin Hemmer, die mit einer ganz starken Vorstellung plötzlich ins Rampenlicht drängte.

Hemmer glänzt als dritter Starterin

Als Schlussreiterin hatte Werth den Erfolg für die Equipe zwar letztlich souverän nach Hause gebracht, vorentscheidender Faktor war aber Neuling Hemmer. Bei ihrem ersten WM-Ritt überhaupt verzauberte die 32-Jährige nicht nur das Publikum. "Katha hat es heute Morgen super gemacht, es war ein großartiger Ritt. Das hat uns Sicherheit und etwas Vorsprung gegeben", schwärmte Werth, die den Elfmeter quasi nur noch verwandeln musste.
Theodorescu legte noch einen drauf und benannte ihren neuen Co-Star vorübergehend um. "H-A-M-M-E-R", buchstabierte sie ihren neuen Namensvorschlag für ihre Reiterin, denn: "Dieser Ritt war wirklich der Hammer!"
Hemmer und ihr 14-jähriger Oldenburger Wallach Denoix hatten sich von der Größe der Aufgabe unbeeindruckt gezeigt und eine bemerkenswerte erste Prüfung im Hauptstadion hingelegt. Mit der fünftbesten Tages- und einer persönlichen Bestleistung im Grand Prix (79,224 Prozent) landeten sie nur knapp hinter dem deutschen Flaggschiff-Paar Werth und Wendy (79,876). Druck? Damit habe sie zum Glück "nicht so viel am Hut", erzählte Hemmer danach lässig. Ihr Debüt sei ohnehin "eine Riesenfreude" gewesen.
Dank ihres guten Gesamtpakets aus Nervenstärke und einer besonderen Verbindung mit ihrem vierbeinigen Partner taucht der Name Hemmer nun auch im Kreis der Großen auf. Wenn am Freitag die ersten Einzel-Medaillen vergeben werden, könnte sie mit einer erneuten Steigerung für eine Überraschung sorgen. "Da ist alles möglich", sagte Theodorescu mit Blick auf den Spezial, "die ersten Fünf bis Sieben - das ist absolut Tagesform."
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(SID)
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Quelle: Eurosport


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