Weltmeisterschaften 2026 in Aachen: Dressur-Equipe um Isabell Werth holt den 13. WM-Titel

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Angeführt von Rekord-Olympiasiegerin Isabell Werth sind die deutschen Dressurreiter bei den Heim-Weltmeisterschaften in Aachen mit einem dominanten Ergebnis zum Mannschaftsgold geritten. Die erfolgreichste Dressurreiterin der Geschichte und ihre Erfolgsstute Wendy brachten den Vorsprung als Schlusspaar ins Ziel und machten den 13. Titel für Deutschland mit insgesamt 235,063 Prozent perfekt.

Werth führt Deutschland zum WM-Titel

Fotocredit: SID

Isabell Werth zeigte die Siegerfaust und winkte eifrig in Richtung Aachener Publikum, ihre Wendy lobte sie ausgiebig. Auf das Endergebnis musste Deutschlands Rekord-Olympiasiegerin trotz einiger Wackler nach ihrem Ritt zum Team-Gold bei den Weltmeisterschaften vor heimischer Kulisse nicht mehr warten: Die großen Rechnereien, sie waren am Mittwochabend nach einem starken Auftritt der deutschen Dressur-Equipe schlichtweg nicht mehr nötig.
Mit insgesamt 235,063 Prozentpunkten feierten die Dressurreiter bei ihrer emotionalen Rückkehr nach Aachen, 20 Jahre nach der letzten WM an selber Stelle, einen deutlichen Sieg vor Großbritannien (231,445) und Dänemark (229,426). Vor vier Jahren in Herning war die Reihenfolge noch genau umgekehrt gewesen.
Mit Wendy tanzte Werth als Schlussreiterin zu 79,876 Prozent, leistete sich jedoch überraschend auch einige Patzer. Spannend wurde es bei ihrem Ritt zum Teamtitel Nummer 13 bei Weltmeisterschaften aber nicht mehr.
Mit dem Gold von Paris und dem EM-Triumph im Vorjahr vereint die deutsche Equipe nun die drei größten Titel des Sports - dass ihr Auftritt auf dem Viereck im Aachener Hauptstadion nun so entspannt verlaufen würde? Damit hatte wohl auch Werth, die ihrer eigenen Karriere mit dem Gold nun einen zehnten WM-Titel hinzugefügt hat, nicht gerechnet.

WM-Gold: "Gänsehaut" bei Hemmer

"Da braucht man jetzt heute kein Mathe-Genie für sein", sagte WM-Debütantin Katharina Hemmer schon vor dem Finale, mit Denoix hatte sie am Mittag bereits die Vorentscheidung auf dem Viereck eingeleitet: "Wenn die Punkte da auf die Tafel kommen, kriegt man schon eine Gänsehaut."
Denn als Hemmer mit ihrem Pferd auf die letzte Mittellinie zuschwebte, wurde auch das Raunen im Publikum immer lauter. Als sie schließlich nach dem Gruß an die Richter wie entfesselt die Faust in den Himmel stieß, kannten die Zuschauer dann kein Halten mehr: Vier Prozentpunkte Vorsprung? Lässt sich eine Werth nicht nehmen.

Wandres und Netz legen Grundstein für Teamerfolg

Den ersten Teil zum überragenden Mannschaftserfolg hatten am Dienstag bereits Frederic Wandres und WM-Neuling Raphael Netz geliefert, die mit starken Ritten für die ersten großen Emotionen sorgten. "Der Stein, der mir vom Herzen gefallen ist, ist riesengroß und liegt jetzt irgendwo bei B", scherzte Wandres.
Zum Stolpern brachte dieser seine Teamkolleginnen am Folgetag nicht - stattdessen durften die vier Reiter nach dem emotionalen Sieg gemeinsam feiern.
Wie sich so ein Titel in Aachen anfühlt, das wusste zuvor immerhin nur die Dressur-Ikone Werth. Vor 20 Jahren war sie mit Satchmo in der Soers zum emotionalen Doppelgold geritten - nun ist die triumphale Rückkehr geglückt, die Erinnerungen kann sie nun mit einer neuen Generation teilen. Und vielleicht kommen noch einige dazu - am Freitag (ab 10.50 Uhr) geht es im Spezial weiter.
(SID)
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Quelle: Eurosport


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