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Olympia 2024: Weltmeisterin Darja Varfolomeev hat Mehrkampf-Finale in Paris trotz Patzer mit dem Reifen erreicht
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Update 08/08/2024 um 18:57 GMT+2 Uhr
Darja Varfolomeev hat bei ihrer olympischen Premiere das Mehrkampf-Finale in der Rhythmischen Sportgymnastik erreicht. Die 17 Jahre alte Mitfavoritin vom TSV Schmieden belegt in der Qualifikation nach den Übungen mit Ball und Reifen den vierten Platz, hat aber noch Luft nach oben. Die besten 10 der 24 Starterinnen qualifizierten sich für die Medaillenentscheidung am Freitag um 14:30 Uhr.
Genialer Auftakt: Varfolomeev zaubert zu Michael Jackson
Quelle: Eurosport
Darja Varfolomeev schwebte im Stile von Pop-Ikone Michael Jackson durch die La Chapelle Arena von Paris. Mit einem gekonnten Moonwalk sorgte der junge Star der Rhythmischen Sportgymnastik schon bei der ersten Übung mit dem Ball für einen Begeisterungssturm.
Mit dieser überragenden Performance kompensierte die 17-Jährige auch einen Patzer mit dem Reifen, in der Qualifikation löste die sechsmalige Weltmeisterin als Zweite letztlich souverän das Ticket für das Mehrkampf-Finale der besten zehn am Freitag (14:30 Uhr live bei discovery+).
"Ich war am Anfang voll locker mit dem Ball. Danach habe ich gemerkt, wie viele Menschen da sind, dass ich jetzt hier bei Olympia bin. Dann ist mir mit dem Reifen ein kleiner Fehler passiert", sagte Varfolomeev: "Das habe ich dann aber schnell abgehakt. Die Generalprobe ist jetzt vorbei. Ich will morgen da aufpassen, wo ich jetzt etwas zittrig war. Es wird schon!"
Mit dem Ball und den Keulen lag Varfolomeev am Donnerstag vorne, mit den Bändern war sie trotz leichter Probleme Dritte, nur mit dem Reifen fiel sie als 13. etwas ab. Dennoch platzierte sich nur die fünfmalige Weltmeisterin Sofia Raffaeli aus Italien vor ihr, 2,250 Punkte trennten die Favoritinnen.
Mutter von Sané bislang mit einziger Medaille
Die erste und bis heute einzige Olympia-Medaille für Deutschland errang Regina Weber, Mutter von Fußball-Nationalspieler Leroy Sané, 1984 in Los Angeles mit Bronze. Varfolomeev, die als Goldkandidatin gehandelt wird, könnte Geschichte schreiben. Und das nur fünf Jahre nach dem einschneidenden Schritt weg aus Sibirien in den Bundesstützpunkt Fellbach-Schmiden.
Sie verließ damals ihre Familie, fand eine neue Heimat in Baden-Württemberg. In der Spitze ihrer Sportart, die sie im Sturm eroberte und in Deutschland plötzlich ins Rampenlicht rückte, hat sich Varfolomeev längst etabliert.
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Varfolomeev weiter auf Kurs: Starker Auftritt mit dem Band
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Varfolomeev mit Premiere bei letztjähriger WM
Die Schwächen, die sie zuletzt bei den nationalen Titelkämpfen in Frankfurt am Main gezeigt hatte, muss sie für dem Traum einer Olympiamedaille abstellen.
Auf den großen Moment in Paris hat Varfolomeev Jahre hingearbeitet. Dass sie erst am Ende der Spiele zum Zug kommt, empfindet sie eher als Vorteil, zusätzliche Aufregung spürt sie keine.
"Man sieht noch von zu Hause, wie groß das Ganze ist", sagte sie. Nur, dass die Gymnastikturnerinnen die Eröffnungsfeier verpasst hatten, sei "schon schade".
Bei den Weltmeisterschaften im Vorjahr in Valencia hatte die Sportlerin des TSV Schmiden als erste deutsche Gymnastin alle fünf Einzel-Titel abgeräumt und war zur neuen Königin ihrer Sportart aufgestiegen.
Varfolomeev bei EM "nur" Mehrkampf-Dritte
Sie kündigte danach an, noch mehr zu ackern, um für das Weltevent in der französischen Hauptstadt ideal präpariert zu sein. Ihre 36 Stunden Arbeit in der Woche zahlten sich beispielsweise in ihrer starken Ball-Übung aus, Flüchtigkeitsfehler mit weiteren Geräten sollte sie aber vor allem im Finale vermeiden.
In diesem Jahr war sie bislang keinesfalls unfehlbar. Bei der EM wurde Varfolomeev im Mehrkampf Dritte hinter der Bulgarin Stilijana Nikolowa und der Italienerin Sofia Raffaeli. Danach verlor sie überraschend ihren deutschen Meistertitel im Mehrkampf an Margarita Kolosov, die als Siebte ebenfalls gute Chancen auf den Finaleinzug besitzt.
Doch mit ihrer mentalen Stärke ist Varfolomeev in Paris alles zuzutrauen. "Ich versuche immer, ruhig zu bleiben", sagte sie: "Ich habe keine Angst, weil ich weiß, dass wir viel Zeit mit dem Training verbracht haben."
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(SID)
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Patzer am Reifen! Varfolomeev gibt Führung in Quali ab
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