Olympia 2016 in Rio: Weltmeister Frank Stäbler verpasst Medaille

Ringer-Weltmeister Frank Stäbler ist bei den Olympischen Spielen in Rio in der Hoffnungsrunde ausgeschieden und hat eine Medaille in der Klasse bis 61 kg verpasst. Der 27-Jährige Goldkandidat aus Musberg verlor gegen den Japaner Tomohiro Inoue und musste seinen großen Traum von Edelmetall begraben. Der Serbe Davor Stefanek gewann die Goldmedaille.

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Der 30-Jährige setzte sich im Finale gegen den Armenier Migran Arutyunyan durch. Bronze holten sich Rasul Tschunajew (Aserbaidschan) und Schmagi Bolkwadse (Georgien).
Artur Alexanjan aus Armenien hat Gold in der Klasse bis 98 kg gewonnen. Der Olympiadritte von London 2012 setzte sich im griechisch-römischen Stil im Finale gegen Yasmany Lugo Cabrera aus Kuba durch.
Bronze ging an Cenk Ildem (Türkei) und Ghasem Gholamreza Rezaei (Iran). Ein deutscher Ringer hatte sich für die Gewichtsklasse nicht qualifiziert.
Stäbler war durch eine Fußverletzung gehandicapt, die sich der Griechisch-Römisch-Spezialist in Deutschland beim Abschlusstraining vor dem Abflug nach Rio zugezogen hatte. Den Traum von Gold musste der Schwabe schon nach seiner Viertelfinal-Niederlage gegen den starken Serben Davor Stefanek begraben.

Verletzung ausklammern

"Wir wollten die Sache mit der Verletzung nicht an die große Glocke hängen. Frank hat es selbst ausgeklammert", sagte Sportdirektor Jannis Zamanduridis vom Deutschen Ringer-Bund (DRB). Doch die Schmerzen waren zu stark, die Behinderung zu groß. Der Griechisch-Römisch-Ringer konnte zu keinem Zeitpunkt seine gefürchteten Hebel ansetzen und verlor am Ende zwei von drei Kämpfen.
Stäbler hatte sich die tückische Blessur beim letzten Training in Deutschland vor dem Abflug nach Rio zugezogen. "Er wollte trotzdem alles versuchen, die Kraft war da, auch die Auslosung war nicht schlecht, doch am Ende hat es leider nicht gereicht", sagte Zamanduridis über seinen Schützling, der eigentlich das erste Olympia-Gold für Deutschland seit 1992 holen wollte.

Trauriger Abgang für Stäbler

Doch schon zum Auftakt im Achtelfinale war Stäbler zu geschwächt und kam gegen den Litauer Edgaras Venckaitis am Ende mit Mühe zu einem knappen Punktsieg. Richtig auffällig wurde sein Handicap im Viertelfinale gegen den WM-Dritten Davor Stefanek, das er nach Punkten deutlich mit 2:6 verlor. Am Ende humpelte der deutsche Hoffnungsträger mit gesenktem Kopf aus der Halle.
Allerdings fühlte sich Stäbler auch vom Punktgericht nicht ganz korrekt behandelt. Beim Stande von 1:4 monierte das deutsche Lager eine unerlaubte Beinarbeit bei dem Serben. Das Punktgericht lehnte ab, so dass Stefanek weiter davonzog, die Vorentscheidung war gefallen. "Das war Ringen auf allerhöchstem Weltniveau", sagte Zamanduridis.
So musste das deutsche Ringer-Lager am Ende mit einer großen Enttäuschung leben. Nach der Bronze-Feier vom Vortag, als der erst 21 Jahre alte Denis Kudla aus Schifferstadt völlig überraschend Bronze gewann, erhielt das deutsche Ringen wieder einen Dämpfer. Die deutschen Männer haben das olympische Turnier beendet, ab Donnerstag gehen noch vier deutsche Frauen auf die Matte. Lediglich Aline Focken (69 kg/KSV Krefeld) werde reelle Medaillenchancen eingeräumt.
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