Olympia 2024: Drama um Debütantin - Verletzte Annika Wendle verliert Bronze-Kampf im Ringen bis 53 kg
Ringerin Annika Wendle hat olympisches Bronze auf tragische Weise verpasst. In der Freistilklasse bis 53 kg verlor die 26-Jährige des ASV Altenheim am Donnerstagabend gegen Choe Hyo Gyong aus Nordkorea mit 0:10, die Olympiadebütantin verdrehte sich nach 19 Sekunden das linke Knie und weinte bittere Tränen, als sie nach nur 1:36 Minuten die Matte verließ.
Wendle beißt auf die Zähne: Knieverletzung kostet Chance auf Bronze
Quelle: Eurosport
Annika Wendle humpelte von der Matte und winkte nach ihrer bitteren Niederlage im Kampf um Bronze tapfer ins Publikum. Ihr Trainer aber ahnte bereits Schlimmes: "Man hat ein Geräusch gehört", raunte er nach dem Kampf der Olympia-Debütantin.
Nach 19 Sekunden hatte Wendle aufgeschrien und auf die Matte geschlagen, ihre nordkoreanische Gegnerin Choe Hyo Gyong hatte ihr das linke Knie verdreht. Die 26-Jährige vom ASV Altenheim versuchte es nochmal - und konnte nichts mehr entgegensetzen. Nach 96 Sekunden war das Duell entschieden, 0:10, vorbei.
Der Deutsche Ringer-Bund (DRB) muss damit weiter auf seine erste Medaille in Paris warten. Wendle (Freistil-Klasse bis 53 kg) gab in der vollbesetzten Marsfeld-Arena am Eiffelturm alles, doch sie verließ mit schmerzverzerrtem Gesicht die Halle.
Im Halbfinale hatte sie gegen die topgesetzte Lucia Yepez aus Ecuador, Dritte der WM 2023 in Belgrad, mit 0:10 verloren, war aber über die Hoffnungsrunde noch in den Bronze-Kampf gerutscht.
Wendle in Paris: Verrückte Geschichte ohne Happy End
Für Wendle endete damit eine verrückte Geschichte ohne Happy End: Die ehemalige EM-Dritte hatte das Ticket für Paris zunächst verpasst. Weil Russlands Ringer-Verband kurzfristig beschloss, keine Athletinnen und Athleten unter neutralem Status nach Paris zu schicken, bekam Wendle aber eine Chance - und wurde auf bittere Weise ausgebremst.
Vor Wendle hatte am Donnerstag, dem vierten Tag der Ringer-Wettbewerbe, Sandra Paruszewski (Sulgen) die befürchtete Auftakt-Niederlage hinnehmen müssen, sie darf sich aber noch Hoffnungen auf die Bronzemedaille machen. Die zweimalige EM-Dritte verlor in der Klasse bis 57 kg gegen die an Nummer zwei gesetzte Vize-Weltmeisterin Anastasia Nichita deutlich 0:9.
Weil die Moldauerin sich bis ins Finale kämpfte, darf die 30 Jahre alte Olympiadebütantin Paruszewski am Freitagvormittag in der Hoffnungsrunde antreten. Dann geht es für sie zunächst gegen die Brasilianerin Giullia Penalber.
Als letzte deutsche Teilnehmer gehen am Freitag dann die WM-Fünfte Luisa Niemesch (62 kg/Weingarten) und am Samstag Erik Thiele (Freistil/97 kg/Mansfelder Land) an den Start.
Vor drei Jahren in Tokio hatte der DRB die Erwartungen mit drei Medaillen übertroffen. Aline Rotter-Focken holte bei ihrem letzten Wettkampf den Olympiasieg, Frank Stäbler und Denis Kudla gewannen zum Abschluss ihrer aktiven Karrieren jeweils Bronze.
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(SID)
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