Fast 30 Jahre lang hatte Lenz die deutschen Rennrodler betreut und mit ihnen bei Olympischen Spielen, Welt- und Europameisterschaften 96 Medaillen gewonnen, davon allein 31 goldene. Lenz gilt unter anderem als Entdecker und Förderer des dreimaligen Olympiasiegers Georg Hackl.

Als aktiver Rodler holte er 1962 unter anderem den EM-Titel im Einsitzer. Ein schwerer Trainingssturz im Doppel bei den Winterspielen in Innsbruck 1964 beendete die Karriere des damals 29-Jährigen, zwei Jahre später startete er seine Trainerlaufbahn. Auch als Bahnarchitekt und Eismeister zeigte Lenz großes Talent.

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Am 16. Dezember 1993 veränderte ein Unfall in der Eisrinne sein Leben. Bei Ausbesserungsarbeiten an der Winterberger Bahn wurde der damals 58-Jährige von einem 110 km/h schnellen Schlitten erfasst und verlor den Unterschenkel.

"Das Leben geht weiter, es hätte schlimmer kommen können", sagt Lenz über diesen Tag. Nur zwei Monate später stand er als Bundestrainer bei den Olympischen Spielen in Lillehammer an der Eisbahn und führte die deutschen Athleten zu drei Medaillen. Auch heute noch besucht Lenz die Eisbahn am Königssee, an deren Bau er maßgeblich beteiligt war, oft und gerne. "Zum Nachschau'n", wie er sagt.

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