Olympia 2026 - Rodeln: Eurosport-Expertin Geisenberger analysiert Debakel für Loch - Medaillenchancen "nicht hoch"

Felix Loch liegt nach den ersten beiden Durchgängen im Rodel-Einsitzer bei Olympia bereits weit zurück, die anvisierte Medaille ist für den dreimaligen Olympiasieger in weite Ferne gerückt. Eurosport-Expertin Natalie Geisenberger schätzt seine Goldchancen im Eiskanal von Cortina d'Ampezzo ebenfalls gering ein, sagt aber auch, "dass sehr, sehr schnell sehr, sehr viel passieren kann".

"Ziemlich verhauen": Geisenberger analysiert Loch-Läufe

Quelle: Eurosport

Der 36-jährige Loch war mit großen Ambitionen zu den Olympischen Winterspielen gereist, liegt nach zwei von vier Durchgängen aber bereits 0,919 Sekunden hinter seinem Teamkollegen Max Langenhan.
Während der zehn Jahre jüngere Weltmeister nach zwei starken Läufen inklusive Bahnrekord auf Goldkurs liegt, erscheint eine weitere Olympia-Medaille für Loch auf Rang acht bereits unwahrscheinlich.
"Felix hat den ersten Lauf ziemlich verhauen", analysierte Eurosport-Expertin Natalie Geisenberger nach dem ersten Wettkampftag. "Am Start hatte er einen kleineren Fehler, Ausfahrt vier dann einen größeren. Ärgerlich, dass das ausgerechnet heute passiert, weil er im Training so konstant gefahren ist."
"Der zweite Lauf war deutlich besser, aber langsam. So hundertprozentig hat es heute bei ihm leider nicht gestimmt", fügte die erfolgreichste deutsche Winterolympionikin der Geschichte hinzu.

Lochs Medaillenchancen "nicht hoch"

Die Medaillenchancen für Loch seien "nicht hoch" - sollte nicht noch etwas Außergewöhnliches passieren. Dennoch könne es auf der Bahn "wahnsinnig schnell" gehen.
"Ich glaube nicht, dass Felix hofft, dass jemand anders einen Fehler macht - aber, wenn ich ehrlich bin, sehe ich das als seine einzige Chance", blickte Geisenberger auf das Finale am Sonntag (live bei Eurosport und HBO Max) voraus.
Dagegen liegt Lochs Teamkollege Langenhan auf Goldkurs - und das trotz gesundheitlicher Probleme. Der 26-Jährige wusste zu Beginn des Wettkampftages aufgrund von Nackenproblemen nicht mal, ob er überhaupt antreten könne, verriet Geisenberger.
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Loch erklärt seinen Schlitten: "Besser gepflegt als mein Auto"

Quelle: Eurosport

Langenhan kämpft mit Nackenproblemen

Die Verletzung könne allerdings auch zum Vorteil für Langenhan werden, analysierte die Eurosport-Expertin: "Er muss seinen Körper wettkampffähig kriegen. Vielleicht hilft es ihm, gar nicht so viel nachzudenken."
Dabei konnte sich Geisenberger an ihre eigenen Erfahrungen erinnern: "Ich kenne die Situation, dass man die Nacht mit einer halben Hand an der Goldmedaille verbringen muss und meine Nächte waren immer schlimm. Vielleicht hilft ihm das sogar, dass die Schmerzen ihn ablenken, worum es gerade eigentlich geht."
Am Sonntag wird sich zeigen, ob Langenhan die Schmerzen ausblenden - und in Energie für den möglichen Olympiasieg umwandeln kann.
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Halbe Sekunde zurück! Loch kassiert Packung im ersten Lauf

Quelle: Eurosport


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