Olympia - Rodeln: Deutschland holt Gold in Team-Staffel - Wendl/Arlt brechen Rekord mit ihrem siebten Olympiasieg

Gold-Triumph für deutsche Rodel-Staffel: Überlegen hat sich das Team den Olympiasieg bei den Winterspielen geholt. Die Einsitzer-Olympiasieger Max Langenhan und Julia Taubitz rasten mit den Doppelsitzern Tobias Wendl und Tobias Arlt sowie Dajana Eitberger und Magdalena Matschina vor Österreich und Italien zum Sieg. Das Sextett lag in 3:41.672 Minuten über eine halbe Sekunde vor der Konkurrenz.

Die Staffel-Fahrt zu Gold: Deutsche Rodler dominieren

Quelle: Eurosport

Für das deutsche Rodel-Team war es zum Abschluss der Wettkämpfe in Norditalien das dritte Gold und die fünfte Medaille.
Mit ihrer insgesamt siebten Goldmedaille stiegen Wendl und Arlt zu Deutschlands erfolgreichsten Winterolympioniken auf. Das bayerische Duo hatte im Doppelsitzer am Mittwoch Bronze gewonnen und sich die Bestmarke über Nacht mit Natalie Geisenberger (6x Gold, 1x Bronze) geteilt.
In der seit Sotschi 2014 ausgetragenen Teamstaffel sind die Deutschen ungeschlagen.
In einem packenden Rennen setzten sich die deutschen Rodler souverän vor Österreich und Italien durch und unterstrichen ihre Ausnahmestellung als Medaillenlieferant für das Team Deutschland: Im fünften Rennen konnten sich die Athleten des Bob- und Schlittenverbandes (BSD) über die fünfte Medaille freuen. In den kommenden Tagen sollen die Skeletonis und die traditionell ebenfalls starken Bob-Pilotinnen und Bob-Piloten nachlegen.
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Dajana Eitberger und Magdalena Matschina jubeln mit Julia Taubitz bei Olympia 2026 in der Team-Staffel

Fotocredit: Getty Images

Olympia-Triumph löst Party-Bremse

Nach der Triumphfahrt in die Geschichtsbücher feierten Tobias Wendl und Tobias Arlt noch im Eiskanal mit allen Teamkollegen den krönenden Abschluss der Rodelwettbewerbe. Auch Ski-Ass Emma Aicher war gekommen, um den Schlitten-Legenden die Ehre zu erweisen. Der Olympiasieg mit der Staffel war der dritte deutsche Rodelerfolg in Cortina d'Ampezzo - und ein ganz besonderer für die "Rekord-Tobis": Mit sieben Goldmedaillen und einmal Bronze steigen sie auf zu Deutschlands erfolgreichsten Winterolympioniken.
"Unvorstellbar, einfach geil", jubelte Wendl: "Alles für das Team, richtig geil. Jetzt geht es ans Feiern!" Und wie: "Heute nur Bier", schrie Langenhan, "heute nur Aperol", fügte Taubitz an. Der Altmeister sah es mit Freude. "Einfach sensationell", lobte Felix Loch, der im Einzel Sechster geworden war, seine langjährigen Teamkollegen: "Hut ab!"
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Das deutsche Team jubelt über Gold in der Rodel-Staffel bei Olympia 2026

Fotocredit: Getty Images

Wendl/Arlt, die im Wettbewerb der Doppelsitzer am Mittwoch Bronze geholt und sich damit über Nacht gemeinsam mit Natalie Geisenberger (6x Gold, 1x Bronze) an die Spitze der Rekordliste gesetzt hatten, lassen ihre frühere Teamkollegin nun hinter sich. "Wir machen es nicht, um Rekorde zu sammeln oder Rekorde aufzustellen. Wir machen es, weil es uns Spaß macht. Wir machen es, weil es ein geiler Sport ist", hatte Arlt vor der Staffel gesagt - und dann Vollgas gegeben.
Die deutschen Rodler dürfen jetzt feiern, nachdem sie ihre Euphorie mit Blick auf die Staffel in den vergangenen Tagen gebremst hatten. Taubitz gab nach ihrem emotionalen Olympiasieg am Dienstag nur "ein bisschen Halbgas", kündigte die große Sause aber schon an. Auch Einsitzer-König Langenhan und Eitberger/Matschina, Silbermedaillengewinnerinnen bei der olympischen Premiere im Frauen-Doppelsitzer, können die Party-Handbremse nun lösen.
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"Reißt die Hütte ab!" Taubitz gibt Party-Befehl für Gold-Staffel

Quelle: Eurosport

Das gilt natürlich auch für Wendl und Arlt. Die 38-Jährigen gehören spätestens jetzt zu den ganz Großen des deutschen Sports, auch wenn sie am Mittwoch bei Olympia erstmals geschlagen wurden. Das Duo war bei allen vier Teamstaffel-Erfolgen dabei, holte zudem Gold im Doppel in Sotschi, Pyeongchang und Peking. Für Langenhan und Taubitz ist es jeweils die zweite Goldmedaille bei Olympischen Spielen, für Eitberger und Matschina eine Premiere.

Geisenberger traurt Gold-Rekord nicht nach

Geisenberger gönnte ihren einstigen Teamkollegen den Rekord im Gespräch mit Eurosport: "Wenn mir der Rekord wichtig gewesen wäre, hätte ich nicht aufgehört. Ich wusste, die beiden Tobis machen weiter - und die waren die, die als erste für den Rekord infrage kämen. Aber meine Entscheidung aufzuhören, war hundertprozentig richtig. Ich will nicht mehr dieses Gefühl haben, am Start sitzen zu müssen. Ich will nicht mehr die Beste sein müssen. Ich bin so fein damit, hatte eine Wahnsinnszeit im Sport. Ich bin sechsmalige Olympiasiegerin. Sie haben mir ja keine von meinen Medaillen weggenommen, sie haben einfach eine mehr. Das ist ihnen auch zu gönnen. Sie haben nochmal vier Jahre lang hart gearbeitet und wieder performt - bei Olympischen Spielen sind die Tobis halt da. Das ist einfach so. Das ist anscheinend ein Gesetz. Für mich geht das total in Ordnung. Sie haben sich das super verdient und können mega stolz sein auf das, was sie erreicht haben."
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Siegerehrung: Deutsche Gold-Rodler strahlen um die Wette

Quelle: Eurosport

Auch die Zukunft des deutschen Rodelns erscheint golden, obwohl die Konkurrenz aus Österreich und Italien aufgeholt hat - und die zwei "Tobis" ihre Karriere vor den Winterspielen 2030 in den französischen Alpen beenden werden. Langenhan ist mit 26 Jahren im besten Sportleralter, auch Taubitz will "noch ein paar Jahre" dranhängen.
(SID)
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Rodler-Empfang im Deutschen Haus: Von Après-Ski-Hits bis Schuhplattler

Quelle: Eurosport


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