Rodel-Olympiasieger Simon Kainzwaldner gedenkt verstorbenem Freund: "Diese Goldmedaille ist für dich, Walter!"
VonLukas Fegers
Publiziert 12/02/2026 um 12:55 GMT+1 Uhr
Nach dem sensationellen Olympia-Coup im Doppelsitzer hat Rodler Simon Kainzwaldner mit emotionalen Worten einem verstorbenen Freund gedacht. "Diese Goldmedaille ist für dich, Walter", sagte der Italiener dem Portal "SportNews" mit Tränen in den Augen. Vor zwei Wochen habe er einen seiner "besten Freunde" verloren. Dieser war am 23. Januar mit nur 29 Jahren beim Eisklettern tödlich verunglückt.
Jubel über Rekord-Podium bei Doppelsitzern Wendl/Arlt
Quelle: Eurosport
"Es waren enorm emotionale Tage. Erst vor einer Woche war die Beerdigung. Ich habe versucht, das irgendwie wegzustecken. Mir hat es geholfen, zu wissen, dass er beim olympischen Rennen mit mir fahren wird", betonte Kainzwaldner.
Der Tod seines Kumpels zerreiße ihm das Herz, führte der 31-Jährige weiter aus.
Im vergangenen Sommer hätten sie zusammen noch einige Klettertouren in Cortina d'Ampezzo machen wollen, "damit wir beim Rennen auf die Gipfel raufschauen können. Leider haben wir es nicht geschafft - und jetzt ist Walter nicht mehr da. Ich weiß, dass er von oben runterschaut und stolz ist."
Gemeinsam mit seinem Rodel-Partner Emanuel Rieder war Kainzwaldner am Mittwochabend völlig überraschend zu Olympia-Gold gerast.
Die beiden Italiener setzten sich unter anderem gegen die deutschen Dominatoren Tobias Wendl und Tobias Arlt durch und feierten den bislang größten Erfolg ihrer Karriere.
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Olympiasieger Simon Kainzwaldner gedachte einem verstorbenen Freund.
Fotocredit: Getty Images
Rieder und Kainzwaldner noch ohne Weltcupsieg
Das Kuriose: Wie beim neuen Skisprung-Olympiasieger von der Normalschanze, Philipp Raimund, steht bei dem italienischen Rodel-Duo in Sachen Weltcupsiege noch eine Null zu Buche.
"Wir haben noch nie ein Weltcuprennen gewonnen - und jetzt stehen wir hier mit Olympia-Gold. Das ist doch unglaublich", betonte Rieder im "Sport-News"-Gespräch und zeigte sich wie Kainzwaldner sichtlich emotional: "Wir hatten eine schwierige letzte Saison, haben deshalb im Sommer enorm viel gearbeitet. Sei es im Kraftraum, sei es in der Werkstatt."
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Völlig überraschend fuhr das italienische Rodel-Duo zu Gold im Doppelsitzer.
Fotocredit: Getty Images
Anders als Kainzwaldner, der im Moment seines größten Triumphs dem verstorbenen Freund gedachte, widmete Rieder die Goldmedaille seiner Familie und insbesondere seinem Vater Anton. "Ich hoffe, er ist stolz auf mich", sagte der 32-Jährige.
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Bronze für Wendl/Arlt - US-Doppelsitzer patzen auf Goldkurs
Quelle: Eurosport
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