Eurosport
Lilli Freischem gewinnt Duell gegen Schwester Mia beim "Boat Race" auf der Themse zwischen Oxford und Cambridge
Von
Publiziert 05/04/2026 um 13:41 GMT+2 Uhr
Lilli Freischem gewinnt mit den Ruderinnen von Oxford das Boat Race gegen Cambridge - und damit auch das Duell gegen ihre Schwester Mia. Es war das erste und einzige Aufeinandertreffen der Schwestern beim legendären Duell auf der Themse. Lillis Studienzeit nähert sich dem Ende, Mia hat noch weitere Chancen auf den Sieg im Rennen. Für ihre Schwester breche ihr das Herz, so Lilli.
Louis Corrigan, Lilli Freischem und Heidi Long von der Oxford University feiern den Sieg beim Boat Race
Fotocredit: Getty Images
Lilli Freischem kämpfte mit ihren Emotionen. "Es bricht mir ein bisschen das Herz, dass ich gegen sie antreten musste", sagte die Kölnerin nach ihrem Sieg mit Oxford im legendären Boat Race gegen ihre Schwester Mia und den Cambridge-Achter. Und so rückte der persönliche Erfolg im Familienduell in den Hintergrund: "Ich habe ihr schon eine feste Umarmung gegeben."
Zum ersten Mal seit 22 Jahren trafen beim traditionellen Schlagabtausch der Eliteuniversitäten zwei Schwestern aufeinander. Am Ende setzte sich Oxford klar auf der 6,8 km langen Strecke auf der Themse durch, für die "Dark Blues" war es der erste Sieg gegen die "Light Blues" nach zuvor acht Niederlagen in Serie.
"Ja", natürlich könnte sie mit ihrem Triumph prahlen, scherzte Lilli im Gespräch mit Radio Times. Aber im Ernst: "Ich bin so froh, dass ich das mit Mia gemacht habe. Ich glaube, wir sind beide so stolz aufeinander."
Das Duell der "Freischem sisters" hatte im Vorfeld die Insel elektrisiert, die Schlagzeilen dominiert. Und auch bei der Familie war die Vorfreude auf dieses "historische Ereignis", wie es die englischen Medien nannten, riesig.
Schwesternduell aus "Zufall"
Die Eltern schauten sich das Spektakel in London aus nächster Nähe an, und damit sich Mama und Papa nicht für eines ihrer Kinder entscheiden mussten, hatten Lilli und Mia vorgesorgt. Zu Weihnachten gab es handgemachte Pullover - im geteilten Cambridge-Oxford-Design.
Dass es überhaupt zu diesem Aufeinandertreffen im Boot kam, ist eher einem Zufall zu verdanken. 2020 begannen die Schwestern während ihres Bachelor-Studiums an der Uni in Edinburgh mit dem Rudern, aus "Corona-Langeweile", wie Mia im Vorfeld des Rennens dem Telegraph gesagt hatte. "Rudern war die einzige Sportart, die wir ausüben durften, als sich noch alle an die Abstandsregeln halten mussten."
Weitere Chancen für Mia
Weitere Auflagen des Freischem-Duells wird es auf der Themse aber nicht geben. Lilli, schon im Vorjahr dabei, befindet sich als Doktorandin der Atmosphärenphysik in ihrem letzten Studienjahr.
Die zwei Jahre jüngere Mia, die in Cambridge in Grundlagenforschung für Nierentransplantationen promoviert, feierte dagegen bei der 80. Ausgabe des Frauenrennens ihre Premiere. Auf sie warten weitere Chancen, um ihrer Schwester in die Siegerliste beim Boat Race zu folgen.
Das könnte Dich auch interessieren: Winter krönt Überraschungsauftritt mit Bronze
(SID)
/origin-imgresizer.eurosport.com/2024/08/04/4019099-81519628-2560-1440.jpg)
Weggefährte Ocik über Zeidlers Sonderstatus: "Normal, dass man aneckt"
Quelle: Eurosport
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung