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Lukas Märtens macht Silber-Märchen wahr: "Ich bin super glücklich"
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Publiziert 13/08/2022 um 22:03 GMT+2 Uhr
Lukas Märtens blickte auf die Anzeigetafel und riss die Fäuste hoch. "Ich bin super glücklich", sagte der Vizeweltmeister nach Silber im EM-Finale über 800 m Freistil und strahlte: "Wenn man mir das vorher angeboten hätte, hätte ich sofort ja gesagt." Der 20-Jährige zog bei der Schwimm-EM in Rom nur 24 Stunden nach dem Erfolg seiner Lebensgefährtin Isabel Gose mit derselben Ausbeute nach.
Lukas Märtens macht Silber-Märchen wahr:
Fotocredit: Getty Images
Nur der fünfmalige Weltmeister Gregorio Paltrinieri, den die 5000 Zuschauer im Foro Italico wie einen Rockstar feierten, war knapp schneller als Märtens.
Zeit zum Feiern hat der Magdeburger aber nicht, denn schon am Sonntagmorgen geht es mit dem Vorlauf über 200 m weiter.
Am Ende stehen noch die 400 m auf dem Programm, auf denen er in Budapest vor sieben Wochen Vizeweltmeister wurde. "Da ist auf jeden Fall noch sehr viel drin", sagte Märtens, "das sind Strecken, auf denen ich mir noch was ausrechne".
Florian Wellbrock, bei der WM Silbermedaillengewinner über 800 m, konzentriert sich in Rom nach seiner Coronainfektion zunächst auf die 1500 m ab Montag. Danach will der 24-Jährige entscheiden, ob er auch im Freiwasser antritt.
"Wenig Schlaf" für Gose nach Silber
Nur kurz feierte Gose ihre erste Einzelmedaille auf der Langbahn. "Wir hatten ein Fotoshooting, es waren alle da und haben für mich geklatscht", berichtete die 20-Jährige vom Empfang nach ihrem Silberrennen über 800 m, "da freut man sich besonders".
Nach einer Nacht mit "wenig Schlaf" ging es am Samstagmorgen gleich weiter: Im Regen zog sie als Vorlaufschnellste ins Halbfinale über 200 m Freistil ein, als Zweitschnellste ging es am Abend in den Endlauf. "Das war der Plan, alles super", sagte sie und setzte sich eine Stunde später auf die Tribüne, um Märtens anzufeuern: "Ich kann gar nicht so richtig hinschauen, ich bin bei ihm aufgeregter als bei mir."
Popovici stellt ersten Weltrekord auf
Keine Chance auf Edelmetall hatte die 4x100-m-Freistilstaffel der Frauen. Nele Schulze (Berlin), Angelina Köhler (Hannover), Josephine Tesch (Berlin) und Chiara Klein (Potsdam) sahen als Achte die Medaillengewinner nur aus der Distanz. Sven Schwarz (Hannover) belegte im Sog von Märtens Platz fünf. Zoe Vogelmann (Heidelberg) kam im Finale über 400 m Lagen auf Rang sieben.
Für Julia Mrozinski (Wiesbaden) war als 13. im Halbfinale über 200 m Freistil Schluss, für Johanna Roas (Berlin) als 15. über 50 m Rücken. Björn Kammann (Hamburg) als 27. über 100 m Schmetterling und Giulia Goerigk (Karlsruhe) als 15. über 400 m Lagen waren bereits am Morgen in den Vorläufen ausgeschieden.
Für den Höhepunkt des Abends sorgte Doppel-Weltmeister David Popovici. Der 17-jährige Rumäne stellte bei seinem Sieg über 100 m Freistil in 46,86 Sekunden den ersten Weltrekord der EM auf.
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(SID)
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Quelle: Eurosport
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