Franziska Hentke und Philip Heintz holen Gold bei der Kurzbahn-EM

Vizeweltmeisterin Franziska Hentke hat dem deutschen Schwimmteam bei der Kurzbahn-EM in Kopenhagen die dritte Goldmedaille beschert. Die 28-Jährige aus Magdeburg gewann auf ihrer Paradestrecke 200 m Schmetterling in 2:03,92 Minuten den Titel vor Ilaria Bianchi (Italien) und Lara Grangeon (Frankreich). Nur sieben Minuten zuvor hatte Lagenschwimmer Philip Heintz über 200 m triumphiert.

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Heintz sagte nach seinem Goldrennen in 1:52,41 Minuten:
Der 26-Jährige spielte wie erwartet seine Stärken in den zwei letzten Disziplinen aus und kassierte einen Widersacher nach dem anderen.
Der Heidelberger, der tags zuvor bereits zu Silber über die doppelte Distanz geschwommen war, sagte:

Hentke trotz Gold nicht ganz zufrieden

Hentke war mit ihrer Siegerzeit (2:03,92) über 200 m Schmetterling nicht glücklich.
Auch mit ihrem Schwimmstil haderte die Magdeburgerin:
Allerdings sei ihre Form nur eine Woche nach dem Höhentrainingslager verständlicherweise nicht optimal gewesen:
Die zuletzt arg gebeutelten deutschen Schwimmer haben in der Royal Arena von Kopenhagen bereits sechs Medaillen gesammelt und beweisen vier Monate nach dem historischen WM-Debakel von Budapest einen Aufwärtstrend.
Nur um 14 Hundertstelsekunden schrammte Rückenschwimmer Christian Diener im Finale über 100 m als Vierter an einer Medaille vorbei. Fabian Schwingenschlögl (Neckarsulm), der zum EM-Start mit drei deutschen Rekorden und Platz vier über 50 m Brust geglänzt hatte, zog über die doppelte Distanz in persönlicher Bestzeit (56,87) als Fünfter in den Endlauf ein.

Wellbrok und Koch verzichten auf ihre Starts

Im Halbfinale, das der Russe Kirill Prigoda in Europarekordzeit (56,02) gewann, fehlte überraschend Marco Koch. Der Kurzbahn-Weltmeister über diese Strecke war im Vorlauf am Vormittag auf Rang 18 ausgeschieden, nachdem er über über 200 m Brust am Donnerstag noch Silber gewonnen hatte.
Koch, den vor der WM ein Magen-Darm-Virus geplagt hatte, erklärte:
Florian Wellbrock musste derweil wegen eines fiebrigen Infekts auf seinen Startplatz im 1500-m-Freistilfinale notgedrungen verzichten. Jessica Steiger (Gladbeck) schied im Halbfinale über 100 m Brust als Zwölfte aus. Bereits in der ersten Runde war für den 50-m-Freistilschwimmer Damian Wierling (Essen) Endstation gewesen.
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