Olympiasieger Evgeniy Rylov von Weltschwimmverband FINA wegen Teilnahme an Putin-Show für neun Monate gesperrt

Der Weltschwimmverband FINA hat Olympiasieger Evgeniy Rylov wegen seiner Teilnahme an einer Propagandashow von Wladimir Putin nun für neun Monate suspendiert. Der zweifache Goldmedaillengewinner war einer von mehreren Athleten, die sich im vergangenen Monat an der russischen Pro-Kriegs-Kundgebung im Moskauer Luzhniki-Stadion beteiligten.

Olympiasieger Evgeniy Rylov im Luzhniki-Stadion am 18. März 2022

Fotocredit: Imago

Evgeniy Rylov gewann bei den Olympischen Spielen in Tokio im vergangenen Jahr Gold über 100 und 200 Meter Rücken.
Nun hat der Weltschwimmverband FINA den Russen für neun Monate suspendiert. Grund dafür: Der 25-Jährige hatte an einer Kundgebung in Moskau teilgenommen, auf der Russlands Präsident Putin seinen Krieg in der Ukraine propagandistisch feiern ließ.
Rylov war einer von mehrern Athleten, die bei der Show den Buchstaben "Z" auf ihrer Kleidung trugen. Das Symbol wird von Anhängern der von Russland sogenannten "speziellen Militäroperation" in der Ukraine verwendet.
Wie die FINA mitteilte, erfolgte die Suspendierung "aufgrund der Teilnahme und des Verhaltens von Herrn Rylov bei einer Veranstaltung im Luzhniki-Stadion in Moskau". Seine Sperre begann am Mittwoch und gilt für alle internationalen Wettkämpfe. In diesem Jahr finden die Weltmeisterschaften in Budapest (18. Juni bis 3. Juli) statt.

Auch Ausrüster kündigt Rylov

Von Rylov selbst erfolgte bislang keine Reaktion auf die Sperre. Auch der Sponsorenvertrag mit dem Schwimmbekleidungshersteller "Speedo" wurde mit dem 25-Jährigen aufgelöst.
Der Weltschwimmvervand hatte unmittelbar nach der Propaganda-Show mitgeteilt, man sei "zutiefst enttäuscht" über die Berichte über Rylovs Anwesenheit und werde weitere Untersuchungen anstellen.
Die FINA hat darüber hinaus bereits alle Veranstaltungen, die in Russland stattfinden sollten, abgesagt.
Außerdem wurden russische und weißrussische Athleten und Funktionäre bis zum Ende des Jahres von der Teilnahme an allen Wettkämpfen ausgeschlossen.
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Quelle: Eurosport

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