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Schwimm-EM: Angelina Köhler holt Silber über 100 m Schmetterling - Lukas Märtens verpasst Medaille über 200 m Freistil
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Publiziert 14/08/2026 um 19:28 GMT+2 Uhr
Ex-Weltmeisterin Angelina Köhler ist zwei Jahre nach ihrem Olympia-Trauma in Paris auf das EM-Podium geschwommen. Die 25 Jahre alte Berlinerin sicherte sich über 100 m Schmetterling in der französischen Hauptstadt, wo sie bei den Sommerspielen 2024 noch den bitteren vierten Platz belegt hatte, in 56,39 Sekunden Silber und damit ihr erstes europäisches Edelmetall auf der Langbahn.
Angelina Köhler holt Silber über 100 m Schmetterling
Fotocredit: Getty Images
Zugleich war es die erste Medaille einer deutschen Schwimmerin auf dieser Strecke seit 33 Jahren, 1993 hatte Franziska van Almsick in Sheffield Silber gewonnen.
"Es war so geil. Ich habe alles geschafft, was ich mir vorgenommen habe", freute sich Köhler am "ARD"-Mikrofon: "Ich bin so gut rangekommen, ich habe so gut gefighted. Es hat einfach nur Spaß gemacht."
Köhler, die als schnellste Europäerin auf ihrer WM-Goldstrecke von 2024 angereist war, hatte bereits als Zweite der Halbfinals Hoffnungen auf das nächste deutsche Edelmetall im Centre Aquatique Olympique geweckt.
Im Endlauf musste sie sich am Freitag nur der belgischen Titelverteidigerin Roos Vanotterdijk (56,08) geschlagen geben. Bronze ging an die Russin Daria Klepikowa (56,76). Auf der Kurzbahn hatte sie zuvor über die 100 m und die doppelte Distanz 2023 EM-Silber und -Gold gewonnen.
Köhler verpasste Olympia-Medaille
Vor zwei Jahren hatte Köhler während der Sommerspiele im Rugbystadion La Défense eine Enttäuschung erlebt: Im Finale über 100 m Schmetterling hatte Köhler den bitteren vierten Platz hinter Zhang Yufei belegt, die zu den 23 Schwimmerinnen und Schwimmern gehörte, die vor Olympia 2021 in Tokio positiv getestet, aber nie gesperrt wurden.
Nach ihrer Doping-Kritik an Yufei hatte Köhler unter Beleidigungen und Bedrohungen durch Internet-Bots gelitten.
Für den Deutschen Schwimm-Verband war es das sechste Edelmetall bei den Beckenwettbewerben in Paris.
Märtens geht über 200 m leer aus
Olympiasieger Lukas Märtens hat in Paris hingegen die erste internationale Medaille auf seiner Nebenstrecke verpasst. Der Magdeburger musste sich vier Tage nach Staffel-Bronze über die 200 m Freistil in 1:45,58 Minuten mit dem siebten Platz zufriedengeben.
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Lukas Märtens verpasst Medaille über 200 m Freistil
Fotocredit: Getty Images
"Das Rennen war irgendwie schon vorbei, da war ich noch gar nicht im Wasser", sagte Märtens in der "ARD": "Ich habe mich eigentlich sehr gut gefühlt, aber so ist Sport, heute waren einfach andere Leute besser. Das muss ich akzeptieren und umso härter an mir arbeiten."
Der Weltmeister und Weltrekordler über 400 m hatte im Halbfinale noch mit der zweitbesten Zeit (1:44,79) überzeugt, im Endlauf blieb er deutlich darüber und ging leer aus. Gold gewann der rumänische Olympiasieger und Weltmeister David Popovici (1:44,15) vor Tomas Navikonis aus Litauen (1:44,55) und dem Briten James Guy (1:44,87).
Eine Medaille hatte sich Märtens bereits am Montag mit der Freistil-Staffel gesichert. Über die 4x200 m war er mit Timo Sorgius, Jarno Bäschnitt und Cornelius Jahn zu Bronze geschwommen. Am Sonntag bietet sich Märtens auf seiner Paradestrecke noch eine Gelegenheit auf Edelmetall im Einzel. Über die 400 m geht er als Favorit an den Start, vor zwei Jahren hatte sich Märtens über diese Distanz in Paris zum Olympiasieger gekrönt.
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(SID)
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Quelle: Eurosport
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