Schwimm-WM 2025: Italienerinnen nach Diebstahl festgehalten - Benedetta Pilato meldet sich in Sozialen Medien zu Wort

Mitte August sind die beiden italienischen Wassersportlerinnen Benedetta Pilato und Chiara Tarantino am Flughafen von Singapur beim Diebstahl von Parfümerieprodukten erwischt worden. Nach Tagen der Unsicherheiten durften die beiden Bronzemedaillengewinnerinnen bei der Schwimm-WM schließlich wieder nach Italien zurückkehren. Nun meldete sich Pilato zu Wort und distanzierte sich von Tarantino.

Benedetta Pilato war in einen Diebstahl in Singapur verwickelt

Fotocredit: Getty Images

"Auf meiner Rückreise aus Asien wurde ich gegen meinen Willen indirekt in einen unangenehmen Vorfall verwickelt, der von den Flughafenbehörden in Singapur gehandhabt wurde", schrieb die 20-Jährige auf Instagram.
Bei den Schwimmweltmeisterschaften in Singapur hatte Pilato die Bronzemedaille über 50 Meter Brust erobert, im Anschluss an das Großereignis verweilte sie gemeinsam mit Tarantino (Bronze vom 1-Meter-Brett), Anita Bottazzo und Sofia Morini im Urlaub in Bali.
Auf der Rückreise stand schließlich ein Zwischenstopp in Singapur an - wo sich ein beispielloses Drama abspielen sollte.
Pilato und Tarantino wurden in einem Geschäft dabei erwischt, wie sie diverse Parfümerieprodukte mitgehen lassen wollten. Überwachungskameras hielten fest, wie Tarantino das Diebesgut in der Tasche von Pilato verstaute. Die Polizei griff sofort ein und hielt das italienische Quartett fest.

Singapur-Drama schlägt hohe Wellen in Italien

Es folgten Szenen, die in Italien hohe Wellen schlagen sollten. Wie die "Gazzetta dello Sport" berichtet, wurde Bottazzo auf der Suche nach weiteren Gegenständen von den zuständigen Beamten vollständig ausgezogen, Morini nahm Kontakt zur italienischen Botschaft auf.
Diese vermittelte zwischen den Athletinnen und den Polizisten und konnte eine rasche Einigung bewirken. Vier Tage später wurden die Ermittlungen von einem Richter abgeschlossen, der sich für eine Verwarnung entschied und die Freilassung der Wassersportlerinnen gewährte. Weitere zwei Tage später landeten die Azzurre in Italien.
"In Tagen, die eigentlich vor allem der Erholung und Entspannung dienen sollten, habe ich fern von zu Hause besonders schwierige Momente durchlebt", blickte Pilato zurück. "Ich möchte betonen, dass ich von Anfang an mit den lokalen Behörden zusammengearbeitet habe, mit der vollen Unterstützung der italienischen Botschaft."
Von dem Diebstahl selbst distanzierte sich Pilato, die ihre passive Rolle unterstrich. "Ich hatte nie die Absicht, unangemessene Handlungen zu begehen, und wer mich kennt, weiß, wie sehr mir die Werte des Sports, Fairness und persönliche Ehrlichkeit am Herzen liegen", schrieb sie weiter.
Aus dieser Erfahrung würde sie wichtige Lehren ziehen, vor allem "in Bezug auf Vorsicht, individuelle Verantwortung und den Wert der Menschen, die mich umgeben", so die junge Schwimmerin.
Tarantino äußerte sich bislang nicht zu dem Vorfall, in den Sozialen Medien hat sie die Kommentarfunktion wie auch Pilato deaktiviert. Beim italienischen Schwimmverband hält man sich bezüglich möglicher Disziplinarmaßnahmen bedeckt.
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Quelle: Eurosport


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