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Ocean Race Europe: Start-Kollision von Team Holcim PRB und Mapei - Beschädigte Boote kehren in Hafen von Kiel zurück
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Update 11/08/2025 um 14:57 GMT+2 Uhr
Nur zwei Minuten nach dem Start ist es beim Ocean Race Europe vor Kiel zu einer folgenschweren Kollision gekommen. Die Yachten der Teams Holcim PRB (Schweiz) und Allagrande Mapei Racing (Italien) krachten ineinander, als sie Seite an Seite segelten. Beide Boote wurden erheblich beschädigt und kehrten umgehend in den Hafen zurück, die Crewmitglieder sollen unversehrt geblieben sein.
Zusammenstoß nach dem Start: Segel bei Mapei gerissen
Quelle: Eurosport
Gischt spritzte über die Bugspitzen, eine kräftige Böe trieb Skipperin Rosalin Kuiper nach vorne. Die Yacht vom Team Holcim PRB jagte durch die Kieler Bucht zu den ersten Bonuspunkten - doch dann flogen nach einem dumpfen Aufprall Carbonteile und lose Fasern durch die Luft.
Die Kollision nur zwei Minuten nach dem Start des 8000 Kilometer langen Ocean Race Europe, an dem auch Boris Herrmann teilnimmt, war auch am Montag noch Gesprächsthema Nummer eins in der Segel-Welt.
Das Team Holcim PRB musste ebenso wie Konkurrent Allagrande Mapei umkehren, beide Yachten sollen aber schnellstmöglich zurück ins Rennen geschickt werden. "Im Moment konzentrieren wir uns darauf, das Boot startklar zu machen, es so schnell wie möglich zu reparieren und hoffentlich in Portsmouth an den Start zu gehen. Wir werden das schaffen. Wir haben ein sehr starkes Team", sagte Kuiper, nachdem sie unter tröstendem Applaus mit ihrer schwer gezeichneten Yacht wieder im Hafen eingelaufen war.
Und Herrmann? Der Wahl-Hamburger umging das nervöse Treiben um die Kollision. Als letztes Boot war sein Team Malizia über die Startlinie gekommen - mit Absicht? Herrmann hatte zumindest eine Vorahnung.
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Zusammenstoß nach dem Start: Segel bei Mapei gerissen
Quelle: Eurosport
"So einen Start habe ich noch nie erlebt"
"Wir müssen mit Geschwindigkeit über die Startlinie kommen, ohne mit jemanden zu kollidieren, das ist super tricky", hatte der 44-Jährige vor dem Start beim "NDR" gesagt. Nach nur drei Seemeilen gab es am Kieler Leuchtturm die ersten Bonuspunkte. "Damit hat uns der Veranstalter eine große Challenge gesetzt", sagte Herrmann: "So einen schwierigen Start habe ich noch nie erlebt."
Mapei-Skipper Ambrogio Beccaria übte im Anschluss Kritik an der Rennorganisation. "Die Startlinie war sehr kurz. Das ist sehr gefährlich. Wir brauchen viel mehr Platz. Die nahen Zuschauerboote waren gefährlich", sagte der Italiener.
Ihm drohen nun Konsequenzen. Nach Ansicht zahlreicher Experten sei er ausweichpflichtig gewesen. Holcim PRB legte noch am Sonntagabend "einen formellen Protest" ein. Der Vorfall werde "zu einem noch festzulegenden Zeitpunkt" von der Internationalen Jury behandelt, sagte Rennleiter Phil Lawrence. So oder so will der Italiener "auf keinen Fall aufgeben, solange noch eine Chance besteht."
Lang genug ist das Rennen jedenfalls: In fünf Etappen geht es von Kiel über Portsmouth/England, Cartagena/Spanien, Nizza/Frankreich und Genua/Italien in die Bucht von Kotor/Montenegro. Herrmann arbeitete sich innerhalb des ersten Renntages kontinuierlich weiter nach vorne auf Rang drei. Gewinnen wird das Team, welches am Ende die meisten Punkte über Bonuswertungen und Etappenplatzierungen gesammelt hat.
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Onboard: So kam es zum Crash nach dem Start
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(SID)
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Das Ocean Race Europe: Die Regeln im Überblick
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