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The Ocean Race 2022-23 - Robert Stanjek enttäuscht: "Sieben oder acht Jahre darauf hingearbeitet"
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Publiziert 03/03/2023 um 17:35 GMT+1 Uhr
Der deutsche Skipper Robert Stanjek hat "sehr enttäuscht" auf das vorübergehende Ende der Königsetappe beim Ocean Race 2022-23 reagiert. Nach einem Rumpfschaden hatte das GUYOT environment - Team das Rennen am Mittwoch unterbrochen und beschlossen, nach Kapstadt zurückzukehren. "Ich habe bereits 1000 Rennen bestritten, aber dies war ein neues Abenteuer", bedauerte der 41-Jährige.
Robert Stanjek | Charles Drapeau / GUYOT environnement - Team Europe
Fotocredit: The Ocean Race
Der Rüdersdorfer hatte Deutschland bei den Olympischen Spielen in London vertreten und 2011 im australischen Perth die Silbermedaille gewonnen. Dennoch sei allen voran die längste Etappe in der Historie des Ocean Race eine spezielle Herausforderung für Stanjek gewesen.
"Ich habe sieben oder acht Jahre darauf hingearbeitet, an der Startlinie dieses Rennens zu stehen, und die Etappe im Südpolarmeer hat mich all die Jahre über motiviert", sagte der Kapitän.
Besonders bitter: Die europäische Crew hatte einen starken Start hingelegt und lag zum Zeitpunkt der Umkehr auf dem zweiten Rang hinter Holcim-PRB. Und das, nachdem das Team in den ersten beiden Etappen beide Male nur den fünften Rang belegt hatte.
Dennoch hatte GUYOT environment - Team aufgrund der Beschädigungen keine andere Wahl, als die Überfahrt nach Brasilien zu unterbrechen.
Stanjek erkennt keine Schuld im Team
"In Anbetracht der aktuellen Position des Bootes und der Entfernung bis zur Ankunft in Itajai ist es leider besser für die Besatzung und die Integrität des Bootes, nach Kapstadt zurückzukehren", hatte Thomas Cardrin, der technische Direktor der europäischen Crew, am Mittwoch erklärt.
Am Morgen hatte die Besatzung zwei Geräusche wahrgenommen und daraufhin ungewöhnliche Bewegungen des Rumpfbodens im Wohnbereich festgestellt. Eine Schuld beim Team sah Stanjek nicht. "Ich denke, alle im Team sind sich einig, dass wir das Boot nicht übermäßig belastet haben", so der deutsche Segler.
Stattdessen haben die Strapazen im südlichen Ozean für die Probleme gesorgt. "Die Bedingungen, die wir hatten, waren rau, so dass das Boot viel sprang und die Beschleunigung und alle anderen Kräfte, die auf das Boot einwirken, waren sehr brutal", analysierte Stanjek.
Aktuell befindet sich das Team weiterhin auf dem Weg in Richtung Kapstadt.
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Quelle: SID
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