The Ocean Race 2022-23 - Susann Beucke nach Triumph in Kapstadt überschwänglich: "Werde ich nie vergessen"

Susann Beucke strahlte über beide Ohren. Bei ihrer ersten Teilnahme am Ocean Race 2022-23 feierte die deutsche Seglerin mit dem Team Holcim-PRB den Triumph auf der zweiten Überfahrt von Kap Verde nach Kapstadt. Am Sonntagmittag überquerte die Crew um Skipper Kevin Escoffier als erstes Boot die Ziellinie. Für die junge Kielerin "einer dieser Momente im Sport, den man niemals vergessen wird."

Susann Beucke

Fotocredit: The Ocean Race

Auf der ersten Etappe von Alicante nach Kapverde, als ihr Schweizer Team ebenfalls triumphierte, war die 31-Jährige noch nicht Teil der fünfköpfigen Crew an Bord gewesen. Schon vor der Abfahrt der zweiten Etappe in Mindelo Ende Januar hatte Beucke daher erklärt, dass mit der Teilnahme an der zweiten Überfahrt für sie "ein Lebenstraum in Erfüllung" gehe.
4600 Seemeilen später feierte sie nun am Sonntag mit dem Schweizer Team in Südafrika den Doppelschlag. Beucke und Co. behielten im spannenden Dreikampf mit Biotherm und 11th Hour Racing die Oberhand und fuhren abermals fünf Punkte für die Gesamtwertung ein.
"Es war einfach unglaublich", freute sich die deutsche Seglerin exklusiv gegenüber Eurosport: "Ich bin unheimlich dankbar für diesen Tag."
Dennoch machte die Silbermedaillengewinnerin der Olympischen Spiele 2020 in Tokio keinen Hehl aus den Strapazen, die sie in den zurückliegenden 17 Tagen auf hoher See zu durchstehen hatte. "Es war unheimlich hart für mich. Ich meine, es war für alle hart. Aber es war mein erstes Offshore-Rennen und auf einem IMOCA-Boot", sagte Beucke und bot einen Einblick in ihre Gefühlswelt: "Draußen auf dem Wasser sagt man sich: 'Ich tue das nie wieder.' Und dann betritt man festen Boden und sagt: 'Ich will da wieder raus.'"

Escoffier stolz auf seine Crew

Draußen auf dem Wasser hatten sich die Boote über mehr als zwei Wochen einen harten Kampf geliefert. Bis zum Wochenende konnten sich noch vier der fünf Boote Chancen auf den Etappensieg ausrechnen. Erst in den letzten Stunden entschied sich das Rennen zugunsten des Schweizer Bootes. Eine Spannung, über die sich auch die Sieger freuen konnten.
"Das ist perfekt für die Zuschauer", lobte Skipper Kevin Escoffier die Dramatik, für die die Boote im Atlantik gesorgt hatten. Doch auch für die Athleten selbst sei die Spannung förderlich. "Für uns ist das ein großartiger Kampf auf dem Wasser. Wir freuen uns sehr auf die dritte Etappe", sagte der Franzose bei Eurosport.
Schon in zwei Wochen starten die Schiffe auf die Königsetappe nach Brasilien. Nach zwei Erfolgen zum Auftakt werden Beucke und ihr Team Holcim-PRB auf den 23.613 Kilometern nach Itajai die Gejagten sein. Auf die Segler um Beucke, Robert Stanjek, Boris Herrmann und Co. warten dann erneut zahlreiche Momente für die Ewigkeit.
picture

Malizia crew joke they ‘love’ the ‘relentless, 24/7’ foiling drone

Quelle: Eurosport

Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung