The Ocean Race 2022-23: Will Harris wird zu Boris Herrmanns Trumpf - Team Malizia heißt auf vierte Etappe

Auf der vierten Etappe des Ocean Race 2022-23 muss sich Team Malizia ohne Skipper Boris Herrmann von Itajai bis Rhode Island durchkämpfen. Der deutsche Segelstar gönnt sich nach dem Triumph auf der Königsetappe von Südafrika nach Brasilien nämlich eine Auszeit. In seine Rolle schlüpft daher wie bereits auf dem zweiten Teilabschnitt Will Harris - der Herrmanns Trumpf auf hoher See verkörpert.

Rosalin Kuiper, Boris Herrmann und Will Harris

Fotocredit: The Ocean Race

Wenn die fünf IMOCA-Boote am 23. April in Itajai in See stechen (live bei Eurosport und discovery+), wird Boris Herrmann nicht an Bord der Malizia Seaexplorer sein. Vielmehr drückt der deutsche Segler seinen Kameraden von zu Hause aus die Daumen. Ein schlechtes Gewissen bedrückt ihn deswegen aber nicht. Immerhin hat er vollstes Vertrauen in seine Crew.
"Es ist ein fantastisches Gefühl, zu sehen, wie das Team ohne mich an Bord performt", schwärmte Herrmann im Vorfeld der vierten Etappe des Ocean Race 2022-23. "Auf der zweiten Etappe war ich auch nicht dabei und sie waren sehr nahe dran, den Abschnitt zu gewinnen. Es war sehr knapp."
Auf dem Weg von Itajai nach Rhode Island wiederholt sich also das Szenario, Will Harris übernimmt in Herrmanns Abwesenheit das Kommando bei Team Malizia. Ein Umstand, auf den man in den vorangegangenen Monaten und Jahren hingearbeitet hatte.
"Es war Absicht, dieses Projekt für das Ocean Race nicht nur um mich herum aufzubauen, sondern um ein Team, sodass ich zwischendrin aussteigen kann", erklärte Herrmann. "Wir brauchten also eine Crew, die mit Will und mir als jeweilige Skipper zu verschiedenen Zeiten arbeiten konnte und die das Talent hatte, mit verschiedenen Leuten an Bord zu funktionieren."

Harris und Herrmann: Eine perfekte Symbiose

"Boris vertraut mir sehr", blickte Harris auf die Zusammenarbeit mit Herrmann. Zwischen den beiden Seglern habe es von Beginn an gefunkt. "Ich hatte das Glück, Boris und das Team Malizia im Jahr 2019 kennenzulernen, und wir haben uns sofort gut verstanden."
"Es gab hundert Segler mit mehr Erfahrung, die er mir hätte vorziehen können, als wir uns das erste Mal trafen. Ich war damals gerade 26 Jahre alt und war noch nie über den Atlantik gesegelt... Aber er wählte mich aus", zeigte sich der 29-Jährige dankbar.
Mittlerweile seien die beiden Co-Skipper ein eingespieltes Team - wie die bisherige Leistung von Team Malizia beim Ocean Race eindrucksvoll unterstreicht. "Jetzt sind wir an einem Punkt, an dem wir einander vertrauen", führte Harris weiter aus. "Er sieht, dass ich sehr hungrig und entschlossen bin. Es ist ein Traum, der wahr wird!"
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