Charlie Dalin triumphiert bei Vendée Globe in Rekordzeit - In 64 Tagen segelte der Franzose um die Welt

Der Franzose Charlie Dalin hat die zehnte Ausgabe der Vendee Globe in Rekordzeit gewonnen. Der Segler aus Le Havre erreichte bei der Regatta solo um die Welt nach 64 Tagen, 19 Stunden und 22 Minuten das Ziel in Les Sables d'Olonne an der französischen Atlantikküste. Er pulverisierte damit den bisherigen Bestwert von Armel Le Cleac’h, der 2017 nach 74 Tagen, 3 Stunden und 35 Minuten ins Ziel kam.

'At his peak!' - Dalin smashes record as he wins Vendee Globe in 64 days

Quelle: Eurosport

Boris Herrmann hatte gerade den Äquator passiert, da feierte Charlie Dalin an der französischen Atlantikküste bereits seinen Vendée-Globe-Triumph: Erst ließ der Franzose sich erschöpft im Sonnenaufgang in sein Segel fallen, dann umarmte er überglücklich seine Frau und seinen Sohn. In neuer Rekordzeit hatte der 40-Jährige solo die Welt umsegelt - und vier Jahre nach einer bitteren Enttäuschung seinen Traum wahr gemacht.
"Ich habe noch nie solche Emotionen erlebt. Bei dem Licht, das jetzt langsam durchbricht, ist es unglaublich", sagte der Hochseesegler, der um 8.24 Uhr mit seiner Jacht MACIF Santé Prévoyance im Zielort Les Sables d'Olonne ankam.
In 64 Tagen, 19 Stunden und 22 Minuten meisterte er den "Mount Everest des Segelns" und pulverisierte die bisherige Rekordzeit. Sein Landsmann Armel Le Cleac’h hatte 2017 74 Tage, 3 Stunden und 35 Minuten benötigt.
Zum Vergleich: Herrmanns Ankunft - am Dienstagmorgen lag er auf Platz zehn - wird zwischen dem 23. und 25. Januar erwartet. Der Belgier Denis van Weynbergh befindet sich gar noch in der Nähe des Point Nemo, dem Punkt auf der Welt, der am weitesten von jedem Festland entfernt ist und den Dalin deutlich vor Weihnachten passiert hatte.

Dalin feiert Sieg nach zweitem Platz 2021

Seit der letzten Vendée Globe 2021 habe er von seiner nächsten Chance geträumt, erklärte Dalin, denn: Auch damals war er der Erste im Ziel gewesen, wurde aber auf den zweiten Platz zurückgestuft.
Mit zwei Leuchtfeuern in den Händen durfte er diesmal aber wirklich feiern. Trotz der "intensiven" Zeit - die zehnte Ausgabe der Hochsee-Regatta war am 10. November gestartet - fühlte Dalin sich, als sei er "erst vorgestern losgefahren". Vor den Feierlichkeiten wollte der Titelträger aber noch eine Sache erledigen: schlafen.
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(SID)
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