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Olympia 2026 - Skeleton: CAS weist Einspruch von Heraskevych nach Helm-Kontroverse zurück – Disqualifikation bleibt bestehen
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Update 13/02/2026 um 19:23 GMT+1 Uhr
Das Aus von Skeletonpilot Wladyslaw Heraskevych bei den Olympischen Spielen ist endgültig. Die Ad-hoc-Kammer des Internationalen Sportgerichtshofes CAS wies am Freitagnachmittag nach einer Anhörung in Mailand den Antrag des Ukrainers auf Aufhebung seiner Disqualifikation durch den Bob- und Schlitten-Weltverband IBSF wegen der Helm-Kontroverse ab.
"Werde sie nicht verraten": Ukrainer verteidigt seinen Helm
Quelle: SNTV
"Die Ad-hoc-Kammer des CAS wies den Antrag zurück und urteilte, dass die Meinungsfreiheit bei den Olympischen Spielen zwar gewährleistet ist, nicht aber am Wettkampfort selbst, was ein unantastbares Prinzip darstellt", sagte CAS-Generalsekretär Matthieu Reeb nach der Entscheidungsfindung am Freitagnachmittag.
CAS-Richterin Annett Rombach, eine Expertin im Sportrecht aus Frankfurt am Main, gab in dieser dringlichen Angelegenheit dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) Recht - und damit auch Präsidentin Kirsty Coventry, die kein Jahr nach ihrer Wahl und bei ihren ersten Spielen an der IOC-Spitze gleich eine handfeste Krise bewältigen musste.
Die Einzelrichterin habe "zwar vollstes Verständnis für Herrn Heraskewytschs Gedenken, ist aber an die Richtlinien des IOC zur Meinungsfreiheit von Athleten gebunden", teilte der CAS mit.
Auch halte Rombach die Einschränkungen der Meinungsäußerung "für angemessen und verhältnismäßig (...) angesichts der anderen Möglichkeiten für Athleten, auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen". Dies ist etwa in Mixed Zones, bei Pressekonferenzen oder in Sozialen Netzwerken möglich.
Klitschko: "Ich schäme mich"
Heraskewytsch schwieg zunächst, sein Standpunkt ist in der Sportwelt ohnehin bekannt. Einer der ersten Prominenten, die reagierten, war Wladimir Klitschko. "Es ist nicht akzeptabel, es ist nicht verständlich", erklärte das ukrainische Box-Idol bei "RTL/ntv": "Ich schäme mich für diese Aktion und stelle mir als Olympiasieger von 1996 auch die Frage, ob ich überhaupt noch zur olympischen Familie gehöre."
Wie schon in den vergangenen Tagen hatte sich Heraskewytsch nach der knapp dreistündigen Anhörung in einem Hotel im Herzen Mailands ungebrochen zuversichtlich gegeben. "Ich bin sehr positiv gestimmt darüber, wie es gelaufen ist", sagte er und betonte sein Mantra: "Die Wahrheit wird sich durchsetzen. Ich weiß, dass ich mir nichts habe zuschulden kommen lassen."
Der WM-Vierte hatte die Aufhebung der Entscheidung der Jury des Bob- und Skeleton-Weltverbandes IBSF vom Donnerstagmorgen beantragt. Er wollte entweder "als einstweilige Maßnahme" wieder zu den Winterspielen zugelassen werden oder die Durchführung eines vom CAS überwachten offiziellen Laufs bis zur endgültigen Entscheidung des Wettkampfs erreichen; am Donnerstag fanden bereits die ersten beiden Wertungsläufe im Cortina Sliding Centre statt, am Freitagabend die abschließenden zwei.
Heraskewytsch hatte beabsichtigt, im Wettkampf einen Helm mit Porträts ukrainischer Athleten zu tragen, die im Angriffskrieg durch Russland ihr Leben verloren haben. Vom IOC wurde dies als unvereinbar mit der Olympischen Charta bezüglich der Richtlinien zum Ausdruck von Athleten angesehen.
Unterstützung auch von Selenkyj
Heraskewytsch argumentierte gegenüber dem CAS, dass der Ausschluss "unverhältnismäßig" sei, "nicht durch technische oder sicherheitstechnische Verstöße gestützt" werde und ihm "irreparablen sportlichen Schaden" zufüge.
An Unterstützung aus der Heimat hatte es nicht gemangelt: Staatspräsident Wolodymyr Selenskyj stellte sich bei "X" demonstrativ hinter den Sportler. Die Rodler der ukrainischen Team-Staffel setzten nach ihrem Wettkampf ein sichtbares Zeichen, indem sie gemeinsam ihre Helme in die Höhe hielten.
Coventry betonte am Freitag abermals den Standpunkt ihrer Organisation, die wegen des Ausschlusses in internationalen Medien heftig kritisiert wurde. "Es ist eine sehr gute Regel, weil sie ihren Zweck erfüllt", sagte die Präsidentin des Ringe-Ordens.
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(SID)
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Quelle: Eurosport
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